Wenn der Christbaum schon nadelt, der Backofen aber noch frei ist, dann sind wir mitten im weihnachtlichen Ausnahmezustand: zu viele Gäste, zu wenig Zeit – und irgendwer steht traditionell mit dem Kochlöffel da wie der letzte Kellner im eigenen Wohnzimmer. Sternekoch Gerhard Fuchs findet das unerquicklich. Weihnachten, sagt er, soll man nicht nur ausschenken, sondern auch mittrinken dürfen.
Hier geht es zur Vorspeise
Darum hat er für das heurige Weihnachtsmenü der Kleinen Zeitung drei Gänge entworfen, die festlich sind, ohne fies zu sein. Gerichte, die man schon am Vortag vorbereitet, damit am Heiligen Abend nur mehr angerichtet wird – und nicht mehr gestritten. Ein Menü für Menschen, die ihre Familie mögen. Oder sie zumindest satt und entspannt sehen wollen.
Der stressfreie Hauptgang
Es beginnt elegant mit Forelle, geht herzhaft weiter mit geschmortem Ochsenbackerl (nicht geputzt, bitte! Geschmack ist schließlich kein Schmutz) und endet süß, nussig und punschig – so, dass sogar der Onkel, der sonst nur Vanillekipferl gelten lässt, kurz innehält. Fuchs kocht dabei nicht gegen die Uhr, sondern gegen den Stress. Seine wichtigste Zutat: Gelassenheit. Seine zweitwichtigste: Fett darf Geschmack haben.
Und der festlich süße Abschluss
Dieses Weihnachtsmenü ist kein Küchentest für Hochleistungsnerven, sondern eine Einladung, den Herd rechtzeitig abzudrehen – und sich selbst dazuzusetzen. Frohe Weihnachten. Und ja: Das kann man alles vorbereiten. Wirklich.