Der Oktober steht im Zeichen der rosa Schleife: "Pink Ribbon" heißt das Zeichen für Solidarität und Aufmerksamkeit für den häufigsten Krebs der Frau, den Brustkrebs. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, doch Fortschritte in Therapie und Früherkennung haben dazu geführt, dass der Großteil der Frauen geheilt werden kann.

Als das neue Früherkennungsprogramm in Österreich eingeführt wurde, gab es zunächst Misstrauen unter den Frauen, die bereits regelmäßig zur Mammografie gegangen waren: Warum nur alle zwei Jahre? Und warum nur in einer bestimmten Altersgruppe?

„Den größten Nutzen von der Mammografie haben Frauen zwischen 50 und 70 Jahren, haben Studien belegt“, sagt Marianne Bernhart, Programmverantwortliche der Vorsorge-Mammografie. Bei jüngeren und älteren Frauen überwiege das Risiko den Nutzen: Es kann zu Überdiagnosen kommen, wenn ein Krebsverdacht auftaucht und sich nach langwierigen Untersuchungen herausstellt, dass es ein falscher Verdacht war.

Bei älteren Frauen können Vorstufen entdeckt werden, die nie zu einem Tumor geworden wären. Und gerade bei jüngeren Frauen könne die Strahlung durch die Untersuchung selbst das Krebsrisiko erhöhen.

Zusätzlich zur Mammografie ist auch die regelmäßige Selbstuntersuchung ein Teil der Vorsorge. Wie das geht, erklärt diese Grafik.

 

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