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RatgeberDamit die Wespe einen Abflug macht

Wenn kleine Nervensägen zur Hochform auflaufen: Wie Sie bei Wespen nicht die Nerven wegschmeißen und stichfrei durch den Sommer kommen.

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Im Hochsommer auf Hochform: die Wespe © murgvi - stock.adobe.com
 

1. Kann man diesen Sommer von einer Wespenplage sprechen?
Grundsätzlich ist der Nährboden für die Vermehrung der Wespen derzeit ideal. „Durch den frühen Frühlingsbeginn hatten die Wespen drei Wochen länger Zeit, um zur Hochform aufzulaufen“, sagt der Präsident des steirischen Naturschutzbundes Johannes Gepp. „Außerdem dient das Fallobst als Zusatznahrung.“ Solang es warm bleibt, vermehren sich die Wespen weiter. Erst wenn es zu frieren beginnt, ist ein Ende in Sicht. Von einer flächendeckenden Plage ist in Österreich laut Gepp aber noch nicht die Rede. In der Steiermark und im Süden von Graz gibt es verhältnismäßig viele Wespen. In Kärnten liegt dieses Jahr der Fokus aber eher auf Hornissen. „Ich habe heuer erst vier Wespennester umgesiedelt“, so Schädlingsbekämpfer Fritz Kach – was laut ihm nicht auffallend viel sei. Als Grund nennt er einige Kältetage im Frühjahr, die den Wespenköniginen das Leben gekostet haben könnten.

2. Reagieren viele Menschen auf den Stich einer Wespe allergisch?
In Österreich leben rund 300.000 Menschen mit dem Risiko, nach einem Wespen-, Bienen- oder Hornissenstich eine schwere allergische Reaktion zu bekommen. Doch nur jeder fünfte Betroffene unterzieht sich einer spezifischen Immuntherapie. Dabei werden dem Körper kleine Mengen des Insektengifts zugeführt, wodurch eine Toleranz aufgebaut wird. Das Prozedere ist allerdings langwierig: Über drei bis fünf Jahre hinweg muss regelmäßig eine Erhaltungsdosis des Insektengifts injiziert werden. Bei Wespengiftallergikern liegt die Erfolgsrate bei bis zu 96 Prozent.

Aufgepasst! Das Gift der Wespe kann schlimme allergische Reaktionen hervorrufen Foto © Jimmy R - stock.adobe.com (BJOERN HENNRICHS)

3. Bei welchen Symptomen sollte man sich auf eine Allergie testen lassen?
Schwindel, Herzrasen, Schluck- und Sprechbeschwerden, Atemnot, Übelkeit sowie Juckreiz und Rötungen am ganzen Körper können auf eine Allergie zurückführen und müssen behandelt werden. Schweren Allergikern wird geraten, für Notfälle Adrenalin in Form eines Injektors oder eines Sprays dabeizuhaben. Aber auch Nicht-Allergiker sollten auf der Hut sein, denn niemand kommt mit einer Allergie auf die Welt. Vielmehr entwickelt sich diese und kann auch erst nach dem zwanzigsten Stich ausbrechen.

4. Wie gefährlich ist das Gift der Wespe?
Das Gift der Wespe ist für den menschlichen Körper ungefähr so gefährlich wie das Toxin der Klapperschlange. Natürlich ist die Menge bei einem Wespenstich aber wesentlich geringer – für eine allergische Reaktion reicht es aber jedenfalls. Diese kann sich auf verschiedene Weise äußern. Die Bandbreite umfasst leichte Schwellungen bis hin zu allergischen Schockzuständen, die sogar zum Tod führen können.

5. Ich habe ein Wespennest auf meinem Balkon. Soll ich es selbst entfernen?
Auf keinen Fall! Es ist aber auch nicht angebracht, gleich die Feuerwehr anzurufen, diese rückt nur in Extremfällen aus. Für eine fachgerechte Entfernung wendet man sich an Imker und Kammerjäger. Mit speziellen Geräten können Experten die Einfluglöcher mit Insektiziden bestauben. Wenn die Nester frei hängen, können sie auch ausgesiedelt werden. In der Regel bezahlt man zwischen 90 und 180 Euro für einen Einsatz.

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