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Wespe & Co. Nach Stich: Welche Schwellung ist "normal"?

Wenn nach einem Bienen- oder Wespenstich die Schwellung kommt, fragt man sich: Bin ich jetzt allergisch? Der Experte über den Werdegang einer Allergie und Adrenalin für den Notfall.

Schwellung nach Stich
Schwellung nach Stich © Marina Lohrbach - Fotolia
 

1. Warum führt ein Insektenstich zur Schwellung?

Bienen oder Wespen sondern bei ihrem Stich Gift ab - und auf Gift reagiert der Körper, je nachdem welches Gift es ist, unterschiedlich stark. „Es kommt auch darauf an, wohin man gestochen wird“, sagt der Allergologe Werner Aberer (Med Uni Graz). Es gibt Körperteile, die besonders stark anschwellen, weil sie mit vielen Blutgefäßen versorgt werden. Bei einem Stich in die Zunge reagiert man daher viel stärker als bei einem Stich in den Unterschenkel.

2. Woran zeigt sich eine allergische Reaktion?

Es gibt nicht die eine Allergie, sondern viele Abstufungen bei Allergikern. Manche Allergiker müssen damit rechnen, dass sie auf einen Stich immer mit einer stärkeren Schwellung reagieren. „Andere Allergiker müssen bei einem Stich mit dem Schlimmsten rechnen“, sagt Aberer und meint einen allergischen Schockzustand, der lebensbedrohlich sein kann.

Niemand kommt mit einer Allergie auf die Welt.

Werner Aberer, Allergologe

3. Kann sich eine Allergie von harmlos zu lebensgefährlich entwickeln?

„Niemand kommt mit einer Allergie auf die Welt“, sagt Aberer, eine Allergie entwickelt sich. Das kann schon beim ersten Stich passieren und beim zweiten Stich dramatische Auswirkungen haben. Die Allergie kann sich aber auch erst beim 20. Stich entwickeln. „Fünf Prozent in der Bevölkerung sind laut den Laborbefunden Allergiker, die aber immer nur mit einer verstärkten Schwellung reagieren“, sagt Aberer. Wenn ein Betroffener fünf Mal so reagiert hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch beim sechsten Stich nicht mehr passieren wird. Aber: „Wir können nie hundertprozentig vorhersagen, wie der Betroffene beim nächsten Stich reagiert!“, sagt Aberer. Diesen Test gebe es nicht.

4. Wie sieht so eine verstärkte Schwellung aus?

Die Reaktion bei Nicht-Allergikern beschränkt sich auf eine Fläche von etwa fünf mal fünf Zentimetern und klingt nach 24 Stunden wieder ab. Bei Allergikern, die eine verstärkte lokale Reaktion zeigen, ist die Schwellung viel größer, bereitet Schmerzen und bleibt bis zu sieben Tage bestehen.

Warnsignale

Bei diesen Symptomen sollten Sie sich auf eine Allergie testen lassen: Schwindel. Herzrasen, Schluck- und Sprechbeschwerden, Atemnot, Juckreiz/Rötungen am ganzen Körper, Übelkeit.

Was hilft gegen die Schwellung? Betroffene Körperstelle kühlen und schonen, kühlende Gels verwenden. Antihistaminika und Cortison können helfen.

5. Was bedeutet das alles für Betroffene?

Patienten, die bisher nur mit länger anhaltenden Schwellungen reagiert haben, können gut mit einer Therapie aus Cortison und Antihistaminika über die Runden kommen. „Damit lässt sich die Schwellung meist gut unterdrücken“, sagt Aberer. Diese Betroffenen brauchen kein Adrenalin für den Notfall - anders ist das bei Betroffenen, die bereits einmal mit diesen Symptomen auf einen Stich reagiert haben: massiver Druck auf die Brust, Atembeschwerden, der Kreislauf spielte verrückt oder das Herz „stolperte“. „Diese Allergiker brauchen für den Notfall Adrenalin in Form eines Injektors oder Sprays“, sagt Aberer. Damit kommt der Patient aus der akuten Gefahrenzone.

6. Manche Menschen reagieren auch auf Gelsenstiche mit großen Schwellungen, warum?

Auch Gelsen haben unterschiedliche Gifte, auf manche reagiert man stärker, auf andere weniger stark. Und in seltenen Fällen gibt es auch Menschen, die allergisch auf Gelsen reagieren. Ist die Reaktion sehr unangenehm, können Antihistaminika helfen.

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