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Wie sich dein Körper gegen Angreifer wehrt

Viren, Bakterien und Pilze sind überall. Sie sitzen auf Klobrillen, der Tastatur des Computers, am Haltegriff in Straßenbahnen. Sie fliegen durch die Luft, besiedeln unsere Haut und dringen in ­unsere Mundhöhle ein. Damit uns diese Winzlinge nicht krank machen können, ist unser Körper mit einer starken Armee von Abwehrsoldaten ausgestattet. Wir zeigen dir, wie diese Truppe arbeitet, damit du gesund bleibst.

© Sergey Novikov
 

Die Angreifer
Bakterien sind auf unserer Erde die häufigsten Lebewesen. Die meisten davon sind nützlich, nur ganz wenige können uns krank machen, wenn sie über eine ­blutende Wunde oder die Luft in unseren Körper eindringen. Denn im Inneren können sich Bakterien rasch vermehren.

Viren sind viel kleiner als ­Bakterien. Wenn es ihnen gelingt, in unsere Körperzellen einzudringen, können sie sich dort rasend schnell ver­mehren und dabei verändern oder die Zelle zerstören. Und so kann sich zum Beispiel ein Grippe­virus in unserem Körper schnell ausbreiten.

Foto © kras99
Die Abwehr

Damit Bakterien, Viren und Pilze erst gar nicht in unseren Körper eindringen können, ist die Haut mit einer speziellen Schicht überzogen und hat auch Zellen, die diese Eindringlinge bekämpfen. Auch der Schleim und der Speichel helfen, die winzigen Bösewichte abzuwehren.

Manchmal schaffen es Bakterien, Viren und Keime trotzdem, in unseren Körper einzudringen. Wenn das passiert, kommen die weißen Blutkörperchen zum Einsatz. Diese Blutkörperchen werden vor allem im Knochenmark, also im Inneren des Knochens, gebildet. In der Milz, den Lymphknoten, den Mandeln und im Darm werden diese Blutkörperchen ausgebildet und in Einheiten aufgeteilt. Damit sie alle Arten von Eindringlingen bekämpfen können, bekommt jede ­Einheit Strategien, um die Angreifer zu ­zerstören. Auch die Lymphe – eine wässrige Flüssig­keit – und die Thymusdrüse sowie die ­sogenannten Peyer-Drüsen gehören zu ­dieser Abwehrmannschaft, die von den Ärzten als „Immunsystem“ bezeichnet wird. Wo sich diese Drüsen und Organe in ­unserem Körper genau befinden, siehst du auf dem Bild rechts.

Foto © Andrey Popov
Der Kampf

Wenn Viren und Bakterien in unseren Körper eindringen, werden die weißen Blutkörperchen losgeschickt. Manche fressen die Eindringlinge einfach auf. Andere schicken sogenannte Antikörper los, die sich an die Bösewichte heften und sie zerstören. Nicht immer ist diese Truppe stark genug, manchmal verliert sie den Kampf auch, dann werden wir krank.

So stärkst du deine Abwehrkräfte

Gesundes Essen. In Obst und Gemüse stecken Vitamine, Mineralstoffe und jede Menge andere Dinge, die die
Abwehrkräfte in deinem Körper brauchen.

Frische Luft. Kinder, die meistens zu
Hause sitzen, sind öfter krank, haben Wissen­schaftler herausgefunden. Kinder, die viel an der frischen Luft sind und sich bewegen, sind nicht so oft krank. Alles klar?

Genug Schlaf. Wenn wir schlafen,
kann unser Körper Stoffe ausschütten, die unsere Abwehrkräfte stärken. Wer also genug schläft, hat größere Chancen, gesund zu bleiben.

Warm anziehen. Wenn es draußen kalt und nass ist, brauchen die Abwehrkräfte Unterstützung, nämlich mit einer Haube, Schal und warmen Schuhen. Denn über den Kopf verliert der Körper am schnellsten seine Wärme und wenn die Füße nass sind, haben es Bakterien und Viren besonders leicht, in unseren Körper einzudringen.

Lachen und Spaß haben. Leute, die viel lachen und glücklich sind, haben stärkere Abwehrkräfte. Auch das hat sich in Untersuchungen gezeigt. Damit du jetzt gleich einmal etwas zum Lachen hast, ein Witz:

Die Informationen über dieses Thema haben wir aus dem Buch: „Körper“ aus der Reihe: Wieso? Weshalb? Warum? ProfiWissen ab 8 Jahre, Ravensburger, 54 Seiten; www.wiesoweshalbwarum.com

 



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