Studien zu Biontech/PfizerImpfung senkt Delta-Risiko bei Jugendlichen und Booster zeigen hohe Wirkung

Laut einer neuen Studie senkt das Vakzin von Biontech/Pfizer bei Jugendlichen nicht nur das Risiko auf einen symptomatischen Verlauf massiv, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus.

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Jugendliche Covid-19 Impfung
Das Vakzin von Biontech/Pfizer schützt Jugendliche hochgradig vor der Delta-Variante © milanmarkovic78/stock.adobe.co (Milan Markovic)
 

Die Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer senkt laut einer Studie das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus bei Jugendlichen um 90 Prozent. Sie schütze zudem zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Virus-Variante, wie eine Sprecherin der israelischen Krankenkasse Clalit am Mittwoch bestätigte.

Gemeinsam mit Forschern von der Harvard-Universität (USA) habe man Daten von 94.354 zweifach geimpften Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren ausgewertet, hieß es in einer Mitteilung. Diese seien mit Daten einer entsprechenden Anzahl ungeimpfter Jugendlicher verglichen worden. Die Ergebnisse sind im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht worden.

Die Daten wurden zwischen dem 8. Juni und dem 14. September dieses Jahres erhoben, berichteten die Wissenschafter. Also während der vierten Corona-Welle in Israel, in der die Delta-Variante das Infektionsgeschehen dominierte. Wie sich die Impfung auf das Risiko auswirkt, schwer zu erkranken, ins Krankenhaus zu müssen oder zu sterben, konnten die Wissenschafter nicht angeben. Solche Fälle seien bei Jugendlichen zu selten.

In Israel wird fast ausschließlich das Biontech/Pfizer-Präparat gespritzt. Das Land hat bereits Anfang Juni mit der Impfung von Kindern ab zwölf Jahren begonnen. Von den 9,4 Millionen Einwohnern sind laut Gesundheitsministerium rund 61 Prozent zweifach geimpft - von den zwölf- bis 15-Jährigen demnach 45 Prozent, von den 16- bis 19-Jährigen 75 Prozent.

Weiters wurde im Hinblick auf die Impfung der Erwachsenen bekanntgegeben: Eine Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer sorgt einer Studie zufolge für die Wiederherstellung eines hohen Impfschutzes. Bei der Untersuchung von mehr als 10.000 Menschen im Alter ab 16 Jahren, die zuvor zwei Mal mit dem Biontech-Impfstoff immunisiert worden seien, sei nach der Auffrischungsdosis ein so hohes Niveau des Impfschutzes wie nach der zweiten Impfung festgestellt worden, teilten der US-Pharmariese Pfizer und sein Mainzer Partner Biontech mit.

"Diese Ergebnisse sind ein weiterer Beweis für die Vorteile von Boostern", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla am Donnerstag. "Diese wichtigen Daten ergänzen die Beweise dafür, dass eine Auffrischungsdosis unseres Impfstoffs dazu beitragen kann, eine breite Bevölkerungsgruppe vor diesem Virus und seine Varianten zu schützen", ergänzte Biontech-Chef und Mitbegründer Ugur Sahin. "Aufgrund dieser Ergebnisse glauben wir, dass Auffrischimpfungen neben einem breiten weltweiten Zugang zu Impfstoffen für alle eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Pandemie und der Rückkehr zur Normalität spielen könnten."

Kommentare (4)
mounty
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Impfung

Es wird Zeit dass der Impfstoff der "alten Schule" (Novavax, "Totimpfstoff") endlich zugelassen und eingesetzt wird. Dann gibt es auch weniger Impfverweigerer, denn viele warten auf diesen Impfstoff

ego cogito ergo sum
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Ganz ihrer Meinung

Zwar muss seitens Valneva noch ein Zulassungsantrag bei der EMA eingereicht werden, hoffe aber, dass es dann sehr schnell zu einer bedingten Zulassung kommt.

griesbocha
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Euer Totimpfstoff wird bei weitem nicht so effektiv sein.

Darauf lassen die Daten aus den klinischen Tests bereits schließen.
Darüber hinaus bietet er auch keine Vorteile. Jedenfalls wird er nicht sicherer sein.

Giuseppe08
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Diese Impfung

schützt laut Bericht dort sehr gut, wo das Risiko eines schweren Covid-Verlaufs auch ohne Impfung besonders gering ist. Was für eine großartige Produktinnovation!

@kleine
Ich erwarte mir schon eine richtige journalistische Berichterstattung und nicht einfach den Abdruck einer Werbemeldung der Pharmafirma. Der Bericht hat keinen Peer-Review und ist nicht von unabhängigen Wissenschaftlern bis jetzt bestätigt.