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Gut durch die KriseResilienz: Wie innere Stärke entsteht

Die Fähigkeit, schwere Situationen zu meistern, steht in der Krise hoch im Kurs. Resilienz eignet man sich aber nicht von einem Tag auf den anderen an.

Resilienz muss über Jahre wachsen.
Resilienz muss über Jahre wachsen. © (c) Dirima - stock.adobe.com
 

Resilienz – die Fähigkeit, Krisen zu meistern – ist in einer globalen Krise wie dieser gefragt wie nie. Doch wie genau definiert sich Resilienz?
Maike Rönnau-Böse: Ich definiere Resilienz als die Fähigkeit, mit Krisen und Belastungen gut umgehen zu können. Im Kern bedeutet Resilienz: Ich kann Krisen und Belastungen bewältigen, fühle mich ihnen nicht hilflos ausgeliefert, sondern habe Strategien, um damit umzugehen. Leider wird Resilienz in der populärwissenschaftlichen Literatur oft so dargestellt, als hätten resiliente Menschen diese Superfähigkeit, sodass sie durch Krisen einfach hindurchmarschieren. So ist es aber nicht.

Wie ist es dann?
Maike Rönnau-Böse: Resilienz ist kein schneller, einfacher Prozess – Resilienz hat auch viel damit zu tun, dass man negative Gefühle aushalten kann. Angst, Trauer: Auch resiliente Menschen müssen da durch – aber sie haben Strategien an der Hand, sodass sie nicht darin versinken oder darin stecken bleiben. Nach einer Krise ist man auch nicht genauso wie davor – das ist ein weiteres Missverständnis von Resilienz. Wenn man Krisen durchlebt hat, verändert man sich. Man kann sich positiv verändern – aber man wird danach nicht genau in dem gleichen Zustand sein wie vorher. Resilienz ist also nichts, was mit einem Fingerschnippen erledigt ist – es gehört auch dazu, dass ich mich mit negativen Gefühlen auseinandersetze.

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