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Schmerzen verstehenKörpergedächtnis: Warum unser Körper nicht vergisst

Unser Körpergedächtnis ist wenig erforscht. Und dass, obwohl gespeicherte Erinnerungen einen großen Einfluss auf unser Leben haben.

Das Körpergedächtnis speichert jede Berührung © (c) Aldeca Productions - stock.adobe.com
 

Ein Tag am Meer ist ein sinnliches Erlebnis: warme Sonnenstrahlen kitzeln auf der Haut, Wasser umspült die Zehen und auf der Fahrt nach Hause reibt Sand im Turnschuh. Solche Erlebnisse schreiben sich ins Gedächtnis. Selbst, wenn sich der Herbst längst von seiner nassgrauen Seite präsentiert, wissen wir immer noch ganz genau, wie sich all diese Dinge anfühlen.

Möglich macht das unser sogenanntes Körpergedächtnis. Neurobiologin Esther Kühn von der Medizinischen Fakultät der Otto von Guericke Universität Magdeburg erklärt: „Im Körpergedächtnis werden alle körperlichen Erfahrungen, an die wir uns erinnern können und die unser Verhalten im täglichen Leben beeinflussen, gespeichert. Aus diesem Pool an Erinnerungen bilden wir im Laufe der Zeit eine gewisse Intuition, die unter anderem bei der Gefahrenabwehr und dem Überleben hilft. Vereinfacht gesagt: Der Körper ordnet ein, was sich gut und was sich schlecht anfühlt.

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