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SonnenschutzJeder dritte Österreicher hat Angst vor Hautkrebs

Die Mehrheit in Österreich unterschätzt das Risiko von UV-Strahlung und nur 31 Prozent gehen mindestens alle zwei Jahre zur Kontrolle. Jeder Fünfte verzichtet sogar ganz auf jeglichen Sonnenschutz.

Die Mehrheit der Österreicher unterschätzt das Risiko von UV-Strahlung
Die Mehrheit der Österreicher unterschätzt das Risiko von UV-Strahlung © (c) raphaela4you - stock.adobe.com
 

Fast jeder dritte Österreicher fürchtet sich davor, an Hautkrebs zu erkranken. Die Mehrheit unterschätzt jedoch das Risiko, durch UV-Strahlung Hautkrebs und Falten zu bekommen, wie eine Online-Befragung des Marktforschungsinstitutes Integral ergab, für die im Mai mehr als 500 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt worden waren.

Angst vor Hautkrebs haben eher Frauen als Männer. Die meisten Österreicher fühlen sich zwar ausreichend über das Risiko durch zu hohe Sonneneinstrahlung informiert, aber: Zur Vorbeugung gehen nur 31 Prozent der Befragten mindestens alle zwei Jahre zur Kontrolle. Eine deutliche Mehrheit von 79 Prozent gab an, zu versuchen, sich vor zu hoher Sonneneinstrahlung zu schützen.

Aus gutem Grund: Knapp jeder Dritte bekommt im Sommer nach eigener Aussage regelmäßig Sonnenbrand. Hautkrebs ist nicht das Einzige, was die Befragten durch die hohe Sonneneinstrahlung fürchten. So haben 19 Prozent Angst, durch die UV-Strahlung vorzeitig Falten zu bekommen.

Sonnenschutz

Die Mehrheit der Befragten, schützt sich mit Sonnencreme oder sucht schattige Plätze auf. Das Sonnenschutzmittel ist bei ihnen in der klassischen Konsistenz von Creme oder Milch eindeutig am beliebtesten. Dahinter folgen Sprays, nur eine kleine Minderheit verwendet ein Öl. Mehr als die Hälfte der Sonnencreme-Nutzer verwendet einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) zwischen 30 und 50.

Ein Viertel schützt sich mit einem mittleren LSF von 15 bis 20, 14 Prozent greifen zum sehr hohen LSF 50+. Nur vier Prozent begnügen sich mit einem LSF unter 15. Der Aufenthalt im Schatten ist fast genauso wichtig wie der Hautschutz aus der Tube oder Flasche.

Lichtschutzfaktor

Beim Kauf von Sonnenschutzmittel wird vor allem auf den LSF geachtet, gefolgt von Wasserfestigkeit und guter Hautverträglichkeit. Der Preis steht im Ranking erst an vierter Stelle. Beliebte Sonnencreme-Marken sind vor allem Handelsmarken, gefolgt von Eigenmarken der Supermärkte, Discounter oder Drogerien. Weit abgeschlagen dahinter liegen Kosmetikmarken, medizinische Kosmetikmarken und Bio-Produkte.

Jeder fünfte Befragte benutzt überhaupt keinen Sonnenschutz. Die von ihnen am häufigsten genannten Gründe dafür sind Vergessen (45 Prozent) und das Ausbleiben von Sonnenbrand (37 Prozent). 35 Prozent der Sonnenschutzmuffel meinten, es wäre für sie zu aufwendig, sich einzucremen.

Gut informiert

Obwohl sich um das Thema Sonnenschutz zahlreiche Mythen ranken, sind die meisten Österreicher gut informiert, schrieb Integral am Dienstag. Mehr als die Hälfte der Befragten wusste – richtigerweise – dass ein Vorbräunen im Solarium die Haut nicht vor der Sommersonne schützt. Jeder Fünfte hängt diesem Irrglauben an. Knapp zwei Drittel der Befragten lagen richtig, dass wasserfeste Sonnencreme das erneute Eincremen nach dem Schwimmen nicht erspart. Fast jeder Vierte dachte allerdings, dass diese Legende wahr ist.

Das Gesundheitsbewusstsein ist stark mit dem sozialen Milieu verbunden. "Die gehobenen Milieus, v.a. die Milieus der Postmateriellen und der Etablierten, legen am meisten Wert auf gesundheitliche Vorsorge und sind sich über gesundheitliche Risiken auch stärker bewusst", erläuterte Integral-Geschäftsführer Bertram Barth. In den Milieus der unteren Mitte und der Unterschicht sei hingegen eine gewisse Sorglosigkeit zu beobachten.

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