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Laut einer UmfrageSo lieben, verhüten und vorsorgen Österreichs Frauen

Das wissen die Österreicherinnen über Verhütung, Sex, Schwangerschaft und Menopause.

Durchschnittlich erlebt die Österreicherin ihr 1. Mal mit 16,7 Jahren © (c) kei907 - stock.adobe.com
 

Die Ergebnisse des GYNIAL Frauengesundheits-Check 2019 sind da. Auch dieses Jahr wurden wieder 1.000 Österreicherinnen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt, wie sie lieben, verhüten und vorsorgen.  


Frühreife Österreicherinnen?

Durchschnittlich erlebt die Österreicherin ihr 1. Mal mit 16,7 Jahren. Zum Vergleich: Frauen, die jetzt in der Altersgruppe zwischen 60 und 65 Jahren sind, hatten ihr erstes Mal damals durchschnittlich erst mit 18,3 Jahren.   

Der Spitzenreiter beim 1. Mal

Mehr als die Hälfte (52,4 Prozent) der befragten Österreicherinnen hat beim 1. Mal mit Kondom verhütet. Besonders beliebt ist dieses Verhütungsmittel bei 18- bis 29-jährigen Frauen (71 Prozent).  Ein gutes Viertel (26,7 Prozent) hat auch schon beim 1. Mal auf die Pille gesetzt. Erstaunlich: Fast jede Zehnte (9,8 Prozent) hat nur ‚aufgepasst‘. Damit rangiert das ‚Aufpassen‘ unter den Top 3 ‚Verhütungsmethoden‘ beim 1. Mal.

Verhütung: Die Top 3

Platz eins der Verhütungcharts nimmt in Österreich immer noch die Pille ein: mit 17,6  Prozent. Vor allem in der Gruppe der 18- bis 29-jährigen Frauen erfreut sich die Pille mit 44,9 Prozent besonderer Beliebtheit. Zweitbeliebtestes Verhütungsmittel der Österreicherinnen ist mit 15,4 Prozent das Kondom – damit wird Verhütung nicht als reine Frauensache betrachtet. Der dritte Platz geht mit 5,8 Prozent an die Horffmonspirale. Mehr zum Thema Verhütung lesen Sie hier.

Frauenarzt oder doch lieber Dr. Google?

Wenn es um Informationen zum Thema Verhütung geht, ist für Österreichs Frauen aller Altersgruppen der Arzt die Anlaufstelle Nummer eins. Drei von vier Frauen (75,3  Prozent) informieren sich hier aktiv über ihre aktuelle Verhütungs-methode. Für jüngere Frauen ist das Internet eine wichtige Informationsquelle: 40,9 Prozent der 18- bis 29-Jährigen geben an, hier in puncto Verhütung zu recherchieren. Auch enge weibliche Bezugspersonen sind eine wichtige Informationsquelle: Immerhin spricht eine von vier Frauen (23,3 Prozent) mit einer Freundin bzw. der Mutter. Dies gilt vor allem für die Gruppe der bis 40-jährigen Österreicherinnen. Bedenklich: Knapp 10 Prozent haben sich gar nicht über Verhütung informiert.

ARCHIVBILD: THEMENBILD: MEDIZIN / HAUSARZT / ARZT / GESUNDHEIT
Anlaufstelle Nummer eins: der Arzt Foto © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Ausreichend informiert oder schnell befriedigt?

Von jenen Österreichinnen, die sich bei ihrem Arzt über das Thema Verhütung informiert haben, hat fast jede Fünfte ohne weitere Information ein hormonelles Verhütungsmittel verschrieben bekommen, also ohne über Risikofaktoren aufgeklärt worden zu sein. Jede Zweite wurde über die Risikofaktoren Hormone und Rauchen aufgeklärt (50,7 Prozent), ein gutes Drittel zum Thema Übergewicht (35,3 Prozent) und knapp ein Viertel (24,1 Prozent) in puncto Bluthochdruck. 88,8 Prozent haben den Termin beim Arzt/bei der Ärztin mit ihrem Wunsch-Verhütungsmittel verlassen. Und 89,3 Prozent mit dem guten Gefühl, ausreichend gut informiert worden zu sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass eine von zehn Frauen sich zu wenig informiert gefühlt hat.

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