Sie dürfen bei keiner Osterjause und auch in keinem Osternest fehlen: Eier. Doch auch um die wertvolle Fracht des Osterhasen ranken sich zahlreiche Mythen. Hier einige Antworten.

Sind Eier wirklich Cholesterinbomben?

In diesem Fall tut man dem Ei unrecht, denn ungesund ist es keinesfalls, enthält es doch hochwertiges Eiweiß. Und das macht es zu einer leicht verdaulichen Energiequelle. Aber nicht nur im Eiweiß findet man wertvolle Nährstoffe, auch der Dotter hat es in sich. Vitamine wie Folsäure, Vitamin A, D, E und K, aber auch wichtige Mineralien wie Zink stecken im gelben Herz des Eis. Außerdem hat man mittlerweile herausgefunden, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Eiern und Herz- oder Gefäßerkrankungen gibt. Es gilt auch hier: Die Menge macht das Gift.

<< Eierfarben und Schoko-Osterhasen im Test >>

Wie viel Eier darf man denn nun essen?

Die allgemeine Empfehlung der Fachgesellschaften lautet zwei bis drei Eier pro Woche. Wenn man sich den Rest des Jahres daran hält, kann man zu Ostern auch einmal ein bisschen über die Stränge schlagen.

Kann man Eier wirklich leichter schälen, wenn man sie abschreckt?

Nein, denn ob sich ein Ei leichter schälen lässt, hängt vom Alter des Eis ab. Je älter das Ei, desto mehr Kohlendioxid entweicht durch die Poren der Eierschale. Die Bindungskräfte der Proteine nehmen ab, also auch zwischen Schale und festem Eiweiß. Bedeutet: Eier lassen sich mit dem Alter leichter schälen. Expertinnen und Experten raten außerdem davon ab, Eier abzuschrecken. Da auf diese Weise Bakterien ins Ei gelangen, sich dort rasch vermehren und damit auch das Ei rasch verderben könnten. Ohne Abschrecken halten hart gekochte Eier übrigens bis zu sechs Wochen.

Was bedeutet der Stempel auf dem Ei?

Damit für den Konsumenten nachvollziehbar ist, woher sein Ei stammt und unter welchen Bedingungen es entstand, bekommen sie noch im Betrieb einen Stempel mit:

  1. Betriebsnummer: über diese kann man zurückverfolgen, woher das Ei stammt. Unter: www.eierdatenbank.at
  2. Länderkennung:
    AT Österreich,
    DE Deutschland,
    BE Belgien,
    NL Niederlande
  3. Haltungsform:
    0: Bio-Freilandhaltung
    1: Freilandhaltung
    2: Bodenhaltung
    3: Käfighaltung
  4. Mindesthaltbarkeitsdatum:
    Wie frisch Eier wirklich sind, ist leicht auszurechnen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage ergibt den Legetag.