Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Impfung Roche-Partner Regeneron berichtete über positive Ergebnisse

Wie eine erste Auswertung von Daten zeigt, führte eine passive Impfung mit REGEN-COV zu einer 100-prozentigen Verhinderung einer symptomatischen Infektion und zu einer etwa 50-prozentigen Verringerung der Gesamtinfektionsrate.

© peterschreiber.media - stock.ado
 

Der Roche-Partner Regeneron hat seine ersten Ergebnisse aus einer laufenden klinischen Phase-II-Studie veröffentlicht. In dem Programm wird der Corona-Cocktail REGEN-COV (Casirivimab- und Imdevimab-Antikörpercocktail) als passiver Impfstoff zur Prävention von Covid-19 bei Personen mit hohem Infektionsrisiko getestet, wie aus einer Mitteilung des US-Unternehmens vom Dienstag hervorgeht.

Der Cocktail wurde laut Mitteilung vor allem bei Personen eingesetzt, die aufgrund der häuslichen Situation einem Covid-19-Patienten ausgesetzt sind. Die Studie werde gemeinsam mit dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), Teil der National Institutes of Health (NIH), durchgeführt.

Wie eine erste Auswertung von Daten zeigt, führte eine passive Impfung mit REGEN-COV zu einer 100-prozentigen Verhinderung einer symptomatischen Infektion und zu einer etwa 50-prozentigen Verringerung der Gesamtinfektionsrate. Darüber hinaus waren die wenigen Infektionen, die auftraten, laut den Angaben alle asymptomatisch, mit verringerten Spitzenvirusspiegeln und kurzer Dauer der Virusausscheidung.

Könnte Ansteckungskette durchbrechen

Die Daten deuteten darauf hin, dass REGEN-COV als passiver Impfstoff sowohl die Übertragung des Virus als auch die Virus- und Krankheitslast bei denjenigen, die sich noch infizieren, reduzieren könne, hieß es in der Mitteilung weiter. Denn selbst mit der zunehmenden Verfügbarkeit aktiver Impfstoffe gäbe es weiterhin täglich Hunderttausende von Infizierten, die das Virus aktiv an ihre engen Kontakte weitergäben. Der REGEN-COV-Antikörpercocktail könnte dazu beitragen, diese Kette zu durchbrechen, indem er denjenigen, die ein hohes Infektionsrisiko haben, eine sofortige passive Immunität verleiht, im Gegensatz zu aktiven Impfstoffen, die erst nach Wochen Schutz bieten.

Regeneron arbeitet mit Roche zusammen, um die weltweite Versorgung mit REGEN-COV zu erhöhen. Während Regeneron für die Entwicklung und den Vertrieb in den USA verantwortlich ist, liegt die Entwicklung und der Vertrieb außerhalb der USA vor allem bei Roche.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

kog1
2
0
Lesenswert?

Das Medikament ist kein großer Problemlöser,

weil es vor der Infektion oder sehr knapp nach Beginn der Erkrankung verabreicht werden muss. Zu diesem Zeitpunkt weiß man nicht, ob eine Erkrankung schwer verlaufen würde. Für einen flächendeckenden Einsatz ist es aber viel zu teuer. Sinn macht das bestenfalls in Pflegeeinrichtungen nach einem Ausbruch, aber die Menschen dort sind wohl mehrheitlich schon geimpft. Und besonders unangenehm ist der Umstand, dass eine "richtige" Impfung wirkungslos ist, solange die zugeführten Antikörper aktiv sind - die eigene Immunantwort bleibt ja aus.

Miraculix11
0
1
Lesenswert?

Das Ding heißt zwar Impfstoff

Ist aber nicht mit einer üblichen Impfung zu verwechseln. Eher mit einem Medikament. Wirkt schnell, hält aber nur kurz.

margitarmin
0
4
Lesenswert?

Gute Meldung!

Endlich ist ein passiv Impfstoff in greifbarer Nähe gerückt!