AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

EdinburghKleinkariert ist hier nur die Etikette der Monarchie

Edinburgh, Europas magischste Metropole, lockt Gäste aus aller Welt. Annäherungen an eine Schönheit, die mit Reizen nicht geizt.

Vom Calton Hill Blickrichtung Edinburgh Castle © (c) shaiith - stock.adobe.com (Shaiith)
 

Sagen Sie niemals „Edinbörg“ zu ihr: Diese Stadt ist schließlich keine nordische Diva, sondern eine Landlady im Tartan mit Manieren und Whiskey-Schwips. Begeben wir uns also auf Streifzug durch das grandiose „Edinbara“.

Die erste Annäherung fällt kolossal keltisch aus: Auf dem Calton Hill, einer kleinen Anhöhe voller neoklassizistischer Zitate und historischer Ausrufezeichen, feiert die Stadt im Mai ein geheimnisumwittertes Fest. Maskierte Gestalten durchbrechen bei stetem Trommelschlag im gleißenden Schein der Fackeln Nebel und Dunkelheit. Ob sich der herbeigerufene Sommer blicken lässt? Die 6 Grad lassen Zweifel aufkommen.

Keltisches Spektakel am Calton Hill Foto © Sommersguter

Schottlands Hauptstadt

Jahre später, der Sommer macht noch immer einen Bogen um die schottische Hauptstadt. Gerade recht für die Läufer des Edinburgh Marathon Festival: Bei kühlen Temperaturen rennen die Athleten zum offenen Meer, die Nordseebrise macht zusätzlich Beine. Eine gute Gelegenheit, sich Edinburgh zu erlaufen: vorbei an Greyfriars Bobby, dem Skye Terrier, der nach dem Tod seines Herrchens dessen Grab 14 Jahre lang bewachte und dem ein Denkmal gesetzt wurden. Der Pub gleichen Namens ist ebenfalls „wau“, die mondäne Princes Street durch „New Town“ und das Edinburgh Castle, Heimat des Stone of Scone, Schauplatz der Krönung schottischer und englischer Könige, im Blick.

Arthur's Seat Foto © (c) Andras - stock.adobe.com

Denkmal für Walter Scott

Auch nicht zu übersehen: die „Gothic Rocket“. Welche andere Stadt setzt ihrem Nationaldichter schon ein 61 Meter hohes Denkmal? Sir Walter Scott aber prägte nicht nur die schottische Literatur, sondern die so liebenswert starrsinnige Nation selbst. Nicht zu vergessen: Holyrood Palace, offizielle Residenz der Queen in Schottland (neben Balmoral Castle in den sagenumwobenen Highlands). Von hier ist es nur ein Katzensprung auf „Arthur’s Seat“, dem von Ginster umwucherten Hausberg mit Mega-Ausblick.

Das schottische Parlament Foto © (c) cornfield - stock.adobe.com (Frank Cornfield)

Royale Jacht Britannia

Pflichtstopp jedes Besuchsmarathons: die königliche Jacht Britannia, die im Hafen von Leith ankert und tiefe Einblicke in den Bauch der Monarchie bietet: Der Luxus der königlichen Familie und die engen Kabinen des Royal Marines stehen in tiefem Kontrast und zeugen vom Wesen des Empires. 1953 vom Stapel gelaufen, wurde die Jacht 1997 außer Dienst gestellt.

Und so hauste das Schiffspersonal an Bord Foto © Sommersguter

Speisesaal in der Königlichen Jacht Britannia Foto © Sommersguter

 

Im dritten Anlauf: endlich Sommer. Und Menschenmassen, besonders auf der Royal Mile, der eine schottische Meile (1,8 km) langen Prachtstraße durch „Old Town“. Und das nicht nur im August, jenem Monat, in dem die Stadt im Festivalreigen auf- und in Touristenmengen untergeht. Das „Edinburgh Festival Fringe“ – eines von fünf – gilt als das weltweit größte Kulturfestival.

The Royal Mile Foto © Sommersguter

Wir genießen die Ruhe und machen uns auf den langen Weg zum Sheep Heid Inn – der 1360 gegründete Pub ist Schottlands älteste Institution seiner Art – am besten zu Fuß: Wer sich auf die Rückseite von Arthur’s Seat durchschlägt, hat sich sein Scottish Real Ale redlich verdient.

Reisetipps

Anreise am besten per Direktflug ab Wien, München oder Venedig, auch mit Billig-Airlines.

Unterkünfte: Jede Menge „Bed and Breakfast“ aller Preisklassen, zumeist mit Full Scottish Breakfast.

Nationalgericht ist Haggis, ein herzhafter Pudding aus klein gehackten Schafsinnereien, mit Zwiebeln und Haferflocken im Schafsmagen gegart.

Beste Reisezeit: Im Sommer ist es nicht heiß, im Winter nicht sehr kalt. Einzige Konstante: Es ist ganzjährig wechselhaft.

Victoria Street im Stadtzentrum Foto © Sommersguter

Kommentare (3)

Kommentieren
zirbalforte
0
1
Lesenswert?

Ednbara

selten (trotz der Kürze) einen so guten und treffenden Artikel über die Auld Reekie gelesen - TOLL

Antworten
Reinsberger
0
1
Lesenswert?

Danke sehr, zirbalforte!

Uwe Sommersguter

Antworten
zirbalforte
0
0
Lesenswert?

Sehr gerne,

bin erst vor 2 Tagen dort gewesen :-)

Antworten