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GeschäftsschädigungHotellerie wehrt sich gegen gefälschte Bewertungen

1,4 Millionen falsche Angaben soll das Portal TripAdvisor 2018 gelöscht haben. Gefälschte Angaben können auf europaweiten Buchungsplattformen großen Schaden anrichten. Nun wehrt sich die Hotellerie gegen Fake-Bewertungen.

Gefälscht: Hotelbewertungen via Internet © (c) paulaphoto - stock.adobe.com
 

Faire Online-Bewertungen helfen mit, die Qualität zu verbessern. Doch in den letzten Monaten müssen sich Hotelbetreiber mit gefälschten oder gekaufte Bewertungen bis hin zu Drohungen mit schlechten Noten herumschlagen. „Unsere Betriebe brauchen dringend Möglichkeiten und Hebel, um sich gegen geschäftsschädigende Fake-Bewertungen auf Buchungs- und Bewertungsplattformen wehren zu können“, kommentiert die Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Susanne Kraus-Winkler, den am Dienstag veröffentlichten Transparenzbericht der Onlineplattform TripAdvisor.

TripAdvisor ist die europaweit größten Bewertungsplattform. Falsche Beurteilungen könnten bei einer solchen Plafform gewichtige Folgen für Hoteliers haben. „Oftmals reicht eine einzelne negative gefälschte Bewertung, um den Bewertungsdurchschnitt zu senken und so dem Betrieb massiv zu schaden", betont Kraus-Winkler.

Das Portal Tripadvisor hat nach eigenen Angaben voriges Jahr rund 1,4 Millionen falsche Bewertungen über Restaurants, Hotels und andere Freizeitorte gelöscht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wurden 2018 insgesamt 66 Millionen Bewertungen von Reisenden aus der ganzen Welt an Tripadvisor geschickt. Fast 97 Prozent davon wurden nach einer automatischen Prüfung veröffentlicht.

Rund 35 Millionen Bewertungen

Trotz des - laut Transparenzbericht - geringen Prozentsatzes von 4,7 Prozent an gefälschten Bewertungen sei das bei 35 Millionen Bewertungen von Einrichtungen in Europa eine nicht zu vernachlässigende Zahl, so die Obfrau des Fachverbandes.

Problematisch sieht Kraus-Winkler auch die Möglichkeit, anonyme Bewertungen auf Plattformen abzugeben. „In der analogen Welt hat der Hotelier auch die Möglichkeit und Chance, sich direkt im Kontakt mit dem Gast um Beschwerden zu kümmern und sich über Lob zu freuen. Bei anonymen Online-Bewertungen ist dies keine Option.“

 

Kommentare (4)

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tenke
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Leider sind gerade die negativen Bewertungen

genau jene, denen man trauen kann. Positive werden weit häufiger gefälscht.

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calcit
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Das sehe ich ganz und gar nicht so...

...es gibt genug negative Bewertungen die reine „Rachebewertungen“ sind weil man z.B. keinen Preisnachlass oder gar ein gratis Zimmer bekommen hat, aber auch „Bewertungen“ durch die Konkurrenz und auch Bewertungen von äusserst peniblen Menschen die meinen in einem Hotel um 50.- Euro pro Nacht stehe ihnen ein FirstClass Service zu... Wie immer, auch bei positiven Bewertungen hilft ein kritisches Lesen, ich ignoriere grundsätzlich die schlechtesten und die besten Bewertungen, dann findet man wohl eher etwas das im Bereich der Realität liegt.

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tenke
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Wer erwartet sich ein gratis Zimmer?!

Der Verein für Konsumenteninformation jedenfalls wartn auf seiner Homepage vor so genannten gewerblichen Online Reputation Managern, die POSITIVE Bewertungen fälschen
(konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsume.nt/MagazinArtikel/Detail&cid=318889531868)

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SoundofThunder
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🤔

Die Hotels könnten im Gegenzug die Gäste bewerten.Viele waren nicht einmal dort sondern werden von der Konkurrenz bezahlt.

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