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Getestet von der ArbeiterkammerWie frisch frische Forellen wirklich sind

Rund um Ostern steht häufig Fisch auf dem Speiseplan. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer haben deshalb frische Forellen aus dem Supermarkt unter die Lupe genommen. Hier das Resultat.

© (c) marilyn barbone - stock.adobe.com (Marilyn Barbone)
 

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich kauften acht frische Forellen im Ganzen von unterschiedlichen Einzelhandelsketten und ließen sie im Labor der Belan-Ziviltechniker-GmbH sensorisch, mikrobiologisch und chemisch-physikalisch untersuchen. Das Ergebnis fiel erfreulich aus: Sechs Proben erhielten von den Testern ein ausnahmslos einwandfreies Zeugnis. Eine Forelle roch im gegarten Zustand leicht fischig und besaß eine teilweise breiige Textur - wurde aber insgesamt noch als einwandfrei beurteilt. Nur ein Fisch war in den Augen der Gutachter wertgemindert. Diese Forelle hatte nach der Zubereitung einen fischigen Geruch und Geschmack sowie eine breiige Textur und Graufärbung. Zudem zeigten die Laboranalysen einen leichten mikrobiologischen Mangel. 

Alles Aquakultur

Allein mit Wildfang lässt sich der weltweite Fischbedarf nicht decken. Eine immer größere Bedeutung kommt daher der Fischzucht zu. Alle Fische im Test kamen aus Aquakulturen. Mehr als die Hälfte stammte aus heimischer Zuckt - der Rest aus Italien. Doch auch Aquakultur, die nicht sachgemäß betrieben wird, kann eine Reihe nachteiliger Auswirkungen haben, wie die Konsumentenschützer betonen: "Einerseits benötigen Forellen tierisches Futter - meist Fischmehl und -öl aus Wildbeständen - außerdem wird für die Zucht Süßwasser von den umliegenden Fließgewässern genutzt, was in trockenen Gebieten Spaniens oder Italiens Probleme verursachen kann."

Herkunft ist wichtig

Generell sollte Fisch aus der Region beziehungsweise Österreich bevorzugt werden. "Die zumeist kleiner strukturierte Produktion sowie kurze Transportwege schonen unsere Umwelt. Am besten greift man zu Forellen in Bioqualität. Diese werden besonders umweltfreundlich und artgemäß gezüchtet", lautet der Rat.

Preisfrage

Die Herkunft hat freilich auch ihren Preis: Das mit Abstand teuerste Produkt im Test war eine Bio-Bachforelle mit 31,90 Euro je Kilo. Für konventionelle Ware aus österreichischer Fischzucht muss man im Schnitt 14,40 Euro zahlen. Frischer Fisch aus italienischer Aquakultur im Test kostete nicht einmal 10 Euro das Kilo. 

Frische-Test

Frischer Fisch ist an seiner glänzenden Haut, festem, glattem Fleisch, fest anliegenden glatten Schuppen, leicht hervorstehenden, klaren Augen und hellroten Kiemen zu erkennen. "Frischer Fisch sollte außerdem nicht fischig riechen", sagen die Konsumentenschützer.

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