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HomeofficeZuhause im Büro

In Deutschland wird ein Recht auf Homeoffice diskutiert. Was Arbeitsrechtler und -psychologen dazu sagen.

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Wohnst du noch oder arbeitest du schon? Während in Deutschland über ein Recht auf Homeoffice diskutiert wird, steckt das Thema in Österreich noch „in den Kinderschuhen“, so die Rechtsexperten Wolfgang Nagelschmied und Thorsten Bauer von der Arbeiterkammer. Grundsätzlich gibt es in Österreich keinen Rechtsanspruch auf Homeoffice. Es bestehe aber durchaus die Möglichkeit, diese zu vereinbaren, wenn sie von Arbeitnehmer- und -geberseite gewünscht ist. In diesem Fall müsse sie in den Arbeitsvertrag aufgenommen werden. Wichtig, so die Arbeitsrechtler: „Die Rahmenbedingungen so genau wie möglich festzulegen.“

Das empfiehlt auch die Arbeitspsychologin Michaela Höfer: „Man sollte zum Beispiel mit dem Arbeitgeber sehr genau vereinbaren, wie lange man telefonisch erreichbar sein muss.“ Im Homeoffice steigt die Gefahr, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt. Die Arbeitspsychologin plädiert deshalb auf feste Rituale, die für den Arbeitnehmer einen Anfangs- und auch Endpunkt der Arbeit setzen. Zum Beispiel das Ein- und Ausschalten von Computer und Handy.

Dass der Mensch ein soziales Wesen ist, betonen sowohl die Experten der Arbeiterkammer als auch die Arbeitspsychologin. „Man muss sich schon bewusst sein, dass man im Homeoffice den Kontakt zu seinen Kollegen verlieren kann. Man hört keinen Tratsch oder erhält keine informellen Informationen.“ Für kreative oder hochkonzentrative Arbeiten sei es ratsam, sich ins Homeoffice zurückzuziehen. „Es ist aber auch wichtig, sich regelmäßig mit dem Team auszutauschen. Es geht ja auch darum, dass die Arbeit, die man macht, gesehen wird.“

Homeoffice in Zahlen

9,5 Prozent der Österreicher arbeitetenimJahr
2017 regelmäßig von zu Hause aus.
Spitzenreiter waren die Niederlande und
Luxemburg mit 13,7 und 12,7 Prozent.

13,5 Prozent effizienter waren die Teilnehmer einer
Stanford-Studie, die im Homeoffice arbeiteten. Sie
warenauchseltener krank– dieAusfallratewarum50
Prozent niedriger als bei den Bürokollegen.

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