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UNSER BIOGÄRTNER KARL PLOBERGER EMPFIEHLTRot-weiß-rote Gewächse

Zum Nationalfeiertag präsentieren wir Ihnen sieben Pflanzen, die eng mit Österreich in Verbindung stehen und bei uns auch ursprünglich gewachsen sind.

Dirndlstrauch, Hopfenbuche und Zwergmandel © Fotolia
 

1. Österreichische Schwarzkiefer. (Pinus nigra subsp. Nigria). Der imposante bis zu 45 Meter hohe Nadelbaum ist eine nur in Österreich heimisch gewesene Kiefernart, die besonders robust und trockenheitsresistent ist und dazu rasch wächst. Das auch Schwarzföhre genannte Gewächs kann ein Alter von 800 Jahren erreichen und zeichnet sich durch eine breite, ovale Krone aus.

Schwarzkiefer Foto © (c) raymond - stock.adobe.com

2. Dirndlstrauch (Cornus mas). Der Kornelkirsche kann man durchaus österreichische Wurzeln zusprechen, ist sie doch in halb Österreich heimisch. In freier Natur kommt das kalkliebende Hartriegelgewächs im lichten Unterholz von Laubwäldern vor. In Niederösterreich hat sich das Pielachtal geschlossen der Verarbeitung der Dirndlfrüchte zu Säften, Marmeladen oder Schnaps verschrieben. Erwähnenswert sind Auslesen der Gartenbauschule Schönbrunn, der Dirndlstrauch ist unter dem Namen „Jolico“ bekannt.

3. Mehlbeere (Sorbus austriaca). Das schöne autochthone, also einheimische Kernobstgewächs mit besonders tief gezähnten dunkelgrünen Blättern hat seinen Lebensraum in Wäldern und buschigen Hängen in den Alpen und Voralpen. Die höchsten Fundorte in circa 1700 Meter liegen in der Steiermark, in Ober- und in Niederösterreich. Die Blüte ist herrlich, der reiche Fruchtschmuck im Herbst wunderbar und die Blattfärbung intensiv gelb.

4. Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia). Das typisch österreichische Gehölz hat sein Hauptverbreitungsgebiet in Kärnten und in der südlichen Steiermark. Der dekorative Gartenbaum hat hopfenähnliche Fruchtstände. Die Baumart gewinnt im Zuge des Klimawandels an Bedeutung, weil sie auch viel Trockenheit verträgt.

Zum Nachlesen

Praktischer Ratgeber, um die Vielfalt zu entdecken: Die wichtigsten heimischen Baum- und Straucharten mit Blättern, Blüten und Früchten lassen sich so auch für weniger Geübte bestimmen. „Bäume und Sträucher unserer Heimat. Entdecken und bestimmen leicht gemacht“, Garant-Verlag, 4,99 Euro.

5. Schwarzginster (Cytisus nigricans). Etwas kleiner, aber deshalb gut gartentauglich ist dieser Strauch mit seinen langen Trauben gelber Schmetterlingsblüten. Das wärmeliebende Gewächs ist in freier Natur auf trockenen, meist bodensauren Waldrändern zu finden. Gemeinsam mit dem Heideginster (Genista pilosa), der wild auf trockenen Magerwiesen vorkommt, zählt er zu den besonders attraktiven heimischen Zwergsträuchern und ist auch als Zierpflanze beliebt.

6. Zwergmandel (Prunus tenella). Nur noch an wenigen Standorten in Österreich wie im südöstlichen Weinviertel und im Burgenland ist das aufrechte, wenig verzweigte Gewächs mit seinen rosaroten Blüten in freier Natur zu finden. Der kleinwüchsige Strauch ist äußerst frosthart und bildet im Garten sowohl in Einzelstellung als auch in Gruppen von April bis Mai einen Blühblickpunkt.

Mispel Foto © (c) Alika - stock.adobe.com

7. Mispel (Mespilus germanica). Besonders attraktiv und eine der ganz alten österreichischen Gartenpflanzen ist das auch Asperl oder Hespel genannte Kernobstgewächs. Der kleinwüchsige Baum ist attraktiv, die Blüten sind eine großartige Zierde im Frühjahr und die Früchte haben den höchsten Vitamin-C-Gehalt.

Was jetzt zu tun ist

Der Oktober lässt viele Vorbereitungen für das kommende Jahr zu:

Kompost kann im ganzen Garten verteilt werden: unter Beerensträuchern, auf Obstbaumscheiben und auf den Beeten, die mit Blumenzwiebeln bepflanzt wurden.

Rasenflächen können nach wie vor gedüngt werden. Aussäen ist nun schon kritisch - es wird wohl doch irgendwann kälter.

Die Pflanzzeit steht bevor: Wurzelnackte Rosen werden ab Ende Oktober gesetzt, ebenso Kernobstbäume. Steinobst besser im Frühjahr pflanzen.

Robuste Kübelpflanzen bleiben nach wie vor im Freien: Oleander, Olive, Hanfpalme, Lorbeer - ihnen geht es im Freien bedeutend besser als im Winterquartier. Sie halten bis zu minus vier Grad aus.

 

 

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