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EinkommensschereSchon beim Berufseinstieg verdienen Frauen weniger

Bildungsmonitor der Arbeiterkammer zeigt auf, dass die Einkommensschere zwischen Mann und Frau bereits beim Berufseinstieg aufgeht. Dargestellt wird im Bildungsmonitor die Situation 18 Monate nach der Erstausbildung.

© (c) Gina Sanders - stock.adobe.com (Erwin Wodicka)
 

Die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern geht schon beim Einstieg ins Berufsleben auf. Das zeigt der aktuelle Bildungsmonitor der AK Oberösterreich. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer ruft daher einen alten gewerkschaftlichen Leitspruch erneut in Erinnerung: "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!" Gleichzeitig variieren die Einstiegseinkommen auch stark nach dem Bildungsabschluss: Während junge Akademiker/-innen auf 2900 Euro brutto kommen, verdienen Absolventen/-innen von höheren Schulen um rund 1000 Euro weniger.

Der AK-Bildungsmonitor stellt die Einstiegslöhne und -gehälter 18 Monate nach dem Abschluss der Ausbildung dar. Fazit: Die weiblichen Durchschnittseinkommen bleiben - egal welche Ausbildung zuvor absolviert wurde - stets mehr oder weniger deutlich hinter jenen der Männer zurück.

Im Durchschnitt verdienen junge männliche Berufseinsteiger mit Lehrabschluss besonders gut. Differenziert man jedoch innerhalb der einzelnen Lehrberufe bzw. Ausbildungstypen, variieren die Durchschnittseinkommen zum Teil stark. Deutlich absetzen können sich junge Akademiker/-innen: Ihr Durchschnittseinkommen beträgt 2900 Euro, allerdings bei ausgeprägter Differenz zwischen den Geschlechtern.

Kein Indiz für spätere Entwicklung

Diese Durchschnittsverdienste sind aber kein Indiz für die spätere Entwicklung der Lebenseinkommen. Neben der Art der abgeschlossenen Erstausbildung und dem Geschlecht hängt die Einkommensentwicklung noch von anderen Faktoren ab, wie zum Beispiel von der Region des Arbeitsplatzes, der Branche und dem dazu gehörigen Kollektivvertrag, der Betriebsgröße oder auch vom Arbeitslosigkeitsrisiko.

"Als Faustregel gilt: Je größer der Betrieb, je stärker die Verhandlungsposition der Gewerkschaft, je geringer das Arbeitslosigkeitsrisiko, umso besser wirkt sich das auf die Einkommenschancen aus", erklärt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Er fordert die Wirtschaft auf, gleichwertige Leistungen auch gleichwertig zu entlohnen sowie einen gleichberechtigten Zugang zu gut bezahlten Jobs. Außerdem sollen attraktive Lehrpläne für berufsbildende mittlere Schulen eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt fördern. Voraussetzung ist aber auch, dass die Betriebe die qualitätsvolle schulische Berufsbildung anerkennen.

 

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