Was soll ich machen: Immer wenn ich das Wort „Herdprämie“ lese oder höre, zieht es mich ins Gasthaus. Besonders schlau ist das natürlich nicht, aber so ist das halt mit Reflexen: Sie sind unwillkürlich und nicht steuerbar, deswegen löst die Herdprämie bei mir das Bedürfnis aus, die Küche kalt und finster hinter mir zurückzulassen und mein per Erwerbsarbeit verdientes Geld für professionell zubereitetes Essen auszugeben. Nicht nur in jenen Lokalen, die vom nach Österreich zurückgekehrten Guide Michelin soeben mit Sternen bestreut worden sind.
Morgenpost
Koalitionsgespräche in Sachen „Herdprämie“, rückschrittliche Frauenbilder und unvermeidliche Reflexe
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