Ein holzvertäfelter Gerichtssaal, ein Porträt von Thomas Jefferson, Kleider mit Reifröcken, ein männliches Geschworenen-Ensemble: Willkommen im Wilden Westen anno 1875! Dort setzt „Bullet Time“ (Text: Alexander Kerlin, Regie: Kay Voges) am Wiener Volkstheater ein, um die Schuldfrage von Fotopionier Eadweard Muybridge (Frank Genser) zu klären. Dieser hat Harry Larkyns (karikaturhaft: Elias Eilinghoff) erschossen, weil er der Lover seiner Frau Flora (fabelhaft im Kampf nach Selbstbestimmung: Lavinia Nowak) war. Muybridge wird freigesprochen, auch dank seiner dauerlächelnden Verteidigerin (famos: Evi Kehrstephan). Später wird er mit den Fotografien von galoppierenden Pferden zum Pionier der Laufbilder werden.
Volkstheater Wien
„Bullet Time“: Großes, aber starres Kino im Western-Theater
Kritik.
„Bullet Time“: Kay Voges inszeniert Eadweard Muybridges Story als Livefilm und Paralleltheater. Aufregend und ein bisschen ermüdend.
© APA/Volkstheater