Schon der Prolog verweist – wenig subtil – auf das Furchtbare, Unaussprechliche, Verdrängte: Eine junge Frau steht mit dem Rücken zur Kamera an einem Wasserfall, vor ihr geht es steil hinunter. Im Arm hält sie ein Neugeborenes, sie lässt es fallen. Das Baby stürzt in die Tiefe, verschwindet. Für die Frau ist diese Tat ein Befreiungsschlag, ein Umweg in den Tod. Sie stürmt zur Beichte und berichtet dem Geistlichen, was sie getan hat. Wenig später sieht das Publikum, wie ihr Leichnam – enthauptet – auf einer Waldlichtung fast schon ausgestellt wird. Als Warnung. Die Menschen feiern ihre Hinrichtung.
Mit Anja Plaschg
„Des Teufels Bad“ ist eine Geschichtsstunde des Grauens
Kritik.
Intensiv, archaisch, abgründig: Wie Frauen im 18. Jahrhundert töteten, um sterben zu können – davon berichten Severin Fiala und Veronika Franz im Historiendrama „Des Teufels Bad“. Anja Plaschg brilliert in der Titelrolle.
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