Schauspielhaus-Premiere"Was zündet, was brennt": Lange auf der Leitung gestanden

Der Stoff, aus dem der Alptraum besteht, entflammt die Welt. "Was zündet, was brennt" bringt die Klimakrise auf die Bühne des Grazer Schauspielhauses.

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Katrija Lehmann in der Fernsehkasten-Kulisse. © (c) lex-karelly
 

Science-Fiction-Atmosphäre im Grazer Schauspielhaus: eine in Alufolie verpackte Tribünen-Bühne mit neun Monitoren, viel weißes Perückenhaar, nachtschwarze Tage im Kunstlicht, als sei die Sonne ausgeknipst. Pia Maria Mackerts Ausstattung signalisiert im  digitalen Zusammenspiel mit Grigory Shklyars Videos (etwa von Öl-Raffinerien) Endzeitstimmung und fokussiert den Brennpunkt des Theaterabends, den „Stoff, aus dem man alles machen kann“ und der zum Alptraum einer entflammten Welt geworden ist. Fernsehkasten-Kulisse und die von Marie Bues mit Schwung, Spannung und Witz geführte Crew beleben das Erzählstück rund um Pipelines, Energieverbrauch, Umweltkollaps und zwei existenzbesorgte Aktivistinnen, die sogar einen Wachmann ins Wanken bringen. Viel Applaus für Lisa Birke Balzer, Katrija Lehmann, Nico Link und „Plastik-Dino“ Lukas Walcher!

„Was zündet, was brennt“ der in Wien geborenen Autorin Magadalena Schrefel stellt brandaktuell die Frage: „Wenn Sie all das schon gewusst haben, warum handeln Sie dann nicht schon lange?“ Die Kooperation des Schauspielhaus Graz mit der European Theatre Convention zum Drama-Schwerpunkt fossile Energie liefert mit der Uraufführung im Haus Zwei als Beitrag von fünf Mitgliedstaaten dazu kräftigen Zündstoff.

„Was zündet, was brennt“. Von Magdalena Schrefel. 25.1., 1., 8., 17.2., 20 Uhr, Schauspielhaus Graz, Haus Zwei. Karten: Tel. (0 31 6) 8000.

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