Science-Fiction-Atmosphäre im Grazer Schauspielhaus: eine in Alufolie verpackte Tribünen-Bühne mit neun Monitoren, viel weißes Perückenhaar, nachtschwarze Tage im Kunstlicht, als sei die Sonne ausgeknipst. Pia Maria Mackerts Ausstattung signalisiert im digitalen Zusammenspiel mit Grigory Shklyars Videos (etwa von Öl-Raffinerien) Endzeitstimmung und fokussiert den Brennpunkt des Theaterabends, den „Stoff, aus dem man alles machen kann“ und der zum Alptraum einer entflammten Welt geworden ist. Fernsehkasten-Kulisse und die von Marie Bues mit Schwung, Spannung und Witz geführte Crew beleben das Erzählstück rund um Pipelines, Energieverbrauch, Umweltkollaps und zwei existenzbesorgte Aktivistinnen, die sogar einen Wachmann ins Wanken bringen. Viel Applaus für Lisa Birke Balzer, Katrija Lehmann, Nico Link und „Plastik-Dino“ Lukas Walcher!
Schauspielhaus-Premiere
"Was zündet, was brennt": Lange auf der Leitung gestanden
Der Stoff, aus dem der Alptraum besteht, entflammt die Welt. "Was zündet, was brennt" bringt die Klimakrise auf die Bühne des Grazer Schauspielhauses.
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