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Premierenkritik"Schwarze Milch" im Grazer Schauspielhaus: Dieser Zug ist abgefahren

Postsowjetische Schilderungen aus dem Schatten des Wohlstands: österreichische Erstaufführung von „Schwarze Milch“.

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Österreichische Erstaufführung: ''Schwarze Milch'' © Lex Karelly
 

Kein Kino, kein Fernsehen, kein Empfang. Keine Pension, keine Sozialhilfe, kein Krankengeld. Ist das Leben ein Zug, beleuchtet Wassilij Sigarews „Schwarze Milch“ im Grazer Schauspielhaus das soziale Abstellgleis: „Schnellzüge halten hier nicht, sie drücken sogar extra aufs Gas“, erzählt ein betrunkener Mann (Rudi Widerhofer) zu Beginn. Einige befinden sich aber auf der Überholspur: zum Beispiel das Gaunerpärchen Schúra (Maximiliane Haß) und Ljówtschik (Lukas Walcher). Die beiden verkaufen Toaster an die Landbevölkerung des postsowjetischen Russlands. Das Leben dort ist hart, das Geld knapp. Kurz: die Toaster sinnlos, das Brot fehlt ohnehin.

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