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ESC-HoffnungWarum Paenda sich ihre erste Platte selbst gar nicht mehr anhört

Österreichs ESC-Starterin Paenda hat ein neues Album herausgebracht. "Evolution II" ist Pop für alle. Das Vorgängerwerk aber hört sich die Sängerin selbst kaum noch an. Und das ist der Grund dafür.

INTERVIEW: PAENDA / PÆNDA
Österreichs ESC-Starterin Paenda © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Das Vido zu "Limits", Paendas Song Contest-Song, hat auf Youtube mittlerweile mehr als 500.000 Views. Nicht schlecht für eine relative Newcomerin. Fast 6000 Likes hat sie damit eingesammelt, aber auch fast 3000 Dislikes - vielen fehlt in dem balladesken Song der explosive Moment.

Auf ungeteilte Zustimmung hofft die blauhaarige Sängerin bei ihrem  neuen Album "Evolution II", das am 23. April in Wien vorgestellt wird. "Respekt vor dem Mainstream und Angst, dass ich als oberflächlich abgestempelt werde, habe ich abgelegt", sagt Paenda über das Werk: "Ich will, dass es groovt und man sofort im Lied drin ist. Ich wollte etwas machen, das ich mir selbst auch anhören würde."

Ihr im Vorjahr erschienenes Debütalbum "Evolution I" würde sie sich selbst nämlich nicht mehr anhören: "Ich stehe voll hinter dem ersten Album!", sagt sie zwar. "Aber tatsächlich sind einige Songs drauf, die ich mir sofort nach der Fertigstellung nicht mehr angehört habe - nicht weil sie schlecht wären, sondern weil sie nicht dem entsprechen, was ich mir anhören würde."

Auch das zweite Album hat die aus Deutschlandsberg stammende Musikerin komplett selbst geschrieben, eingespielt und produziert. Dabei arbeitet sich eigentlich gern im Team. Aber: "Beim zweiten Album wollte ich herausfinden, wie weit ich alleine komme. Ich hatte so viele Ideen
im Kopf, die ich umsetzen wollte" - und offenbar wenig Lust, sich dabei dreinreden zu lassen.

Überraschenderweise ist "Limits" der ruhigste Song auf dem Album. Dass  sie ausgerechnet damit nach Israel fährt, liegt am ORF: "Mein ursprünglicher Song, den ich eingereicht habe, ist abgelehnt worden. Ich hatte anfangs auch gedacht, dass es vielleicht eher ein Song wird, der mich so repräsentiert, wie ich meistens bin. Ich war überrascht, dass sie sich für diesen Song entschieden haben." Mittlerweile aber finde sie "dass er die perfekte Wahl ist" - weil er die Erwartungshaltungen unterlaufe, die das Publikum an sie als Powerfrau der Electronic Dance Music EDM habe: "Ich bin weg von der Idee, dass Paenda nur die EDM-Frau ist und fette Beats daher zerrt. Ich bin einfach eine Electro-Popkünstlerin." Was sie mit Songs wie "Waves" oder "Paper-thin" ja auch schon bewiesen hat.

Hinsichtlich ihrer Platzierung in Tel Aviv sei sie "tiefenentspannt", sagt Paenda, die noch durch das Halbfinale muss. "Ob ich ins Finale komme, kann ich nur schwer sagen. Es gibt heuer sehr viele starke Songs. Ich gebe mein Bestes und genieße die Musik vor Ort." Bei den Wettbüros liegt sie derzeit auf Platz 35 von 41 Teilnehmern.

 

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