Mit Fans von Mangas und Animes, im Fachjargon Otakus genannt, sollte man es sich nicht verscherzen. Netflix hat es sich in Kennerkreisen bis dato nicht gerade leicht gemacht, wurden im Namen des Streamers ja schon japanische Kultstoffe wie "Cowboy Bebop" und "Death Note" als minderwertige Realfilme verschandelt. Verwestlichte, kaum mehr wiedererkennbare Abziehbilder ihrer selbst. Die Skepsis war demnach groß, als bekannt wurde, dass ausgerechnet Netflix ein weiteres Opus magnum der Szene adaptieren würde. Mit mehr als 500 Millionen verkauften Exemplaren gilt "One Piece" als der weltweite Marktführer im monströsen Manga-Geschäft. Seit 1997 tüftelt Schöpfer Eiichirô Oda am Piraten-Epos rund um Monkey D. Luffy (in der deutschen Übersetzung "Ruffy") und seine tollkühne Strohhutbande – neue Ausgaben werden nahezu im Wochentakt veröffentlicht. Über 1000 Kapitel und eine ähnlich langlaufende Anime-Serie später wird ganz von vorne in See gestochen – und das im geächteten Live-Action-Format. Ob das gut gehen kann?
Gelungene Adaption
"One Piece": Ein Kultmanga erwacht zum Leben
Die abenteuerlustige Piratenbande aus der Manga-Reihe "One Piece" setzt die Segel in Richtung Netflix. Und beweist, dass nicht jede Live-Action-Adaption zum Kentern verurteilt ist.
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