Zu Anthony und Joe Russo sagt man für gewöhnlich DIE Russo-Brüder und meint damit auch Boom-Boom, Bombast, die Avengers und viel Transchlgeld: Mehr als 300 Millionen Dollar sollen es für „The Electric State“ gewesen sein. Aber keine Sorge, mit Netflix trifft es keinen Armen, aber einen, der Reichweite, Streamingsekunden und neue Aboabschlüsse braucht. Deshalb führt man theoretisch all das zusammen, was für sich genommen schon einmal gut funktioniert hat: Die Russo-Brüder, Millie Bobby Brown als rebellischen Teenager und Chris Pratt als unorthodoxen Guardian Angel mit ausgeprägter Leidenschaft für wahlweise 1980er- oder jetzt 1990er-Jahre Hadern. Und, ach ja, eine Graphic Novel von Simon Stålenhag, Tonnen von Nostalgie und einem durchaus nicht geringen Anteil von Weihnachtsfilm-Feenstaub, was so viel heißt wie – alle Logik ist abgeschafft. Dann halt ein Sci-Fi-Dystopie-Märchen in den 1990er-Jahren: Roboter probten den Aufstand gegen die Menschheit, die in ihnen nur die Dienstleister gesehen hat.
„The Electric State“
Nur am Reißbrett ein Blockbuster
Kritik.
Ein legendäres Regie-Duo, mehrere Superstars, ein Thema am Puls der Zeit, ein Batzen Budget: In der Theorie hätte der Netflix-Film „The Electric State“ Potenzial gehabt.
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