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BTS, Exo & Co.Faszination K-Pop: Spiel mir das Lied vom Widerspruch

K-Pop, die koreanische Interpretation des Pop, hat jetzt auch eine politische Dimension erreicht. Doch im Hintergrund läuft eine despotische Vermarktungsmaschinerie.

Die koreanische Boyband BTS
Die koreanische Boyband BTS © (c) AFP (JUNG YEON-JE)
 

Die Zukunft ist näher, als man denkt. Das Befremdliche oft vertrauter, als man sich eingestehen möchte. Die 2002 uraufgeführte Musical-Utopie „We Will Rock You“ beispielsweise erzählt von einer fernen Musik-Diktatur, in der mächtige Konzerne die Welt der Kreativität kontrollieren. Individualität ist dort verboten und durch bizarre, computerbasierte Wohlfühl-Trällerei ersetzt worden. Instrumente gibt es keine mehr, der Resonanzraum der Seele ist somit zerstört worden. Ja, Harmonie(n) existiert in dieser tristen Welt, aber von Melodien kann nicht mehr die Rede sein. Doch dieser so fern wirkende Kosmos ist längst keine weit entfernte Galaxie mehr. Der „K-Pop“, also die koreanische Interpretation des westlichen Pop-Zirkus, kommt der geschilderten Welt ziemlich nahe. Zunächst als hip-exotische Subkultur der asiatischen Musik-Welt gehandelt, sorgen Bands wie BTS, Exo, Red Velvet oder Twice mittlerweile weltweit für Furore. Seit 2015 listet der Musik-Streaming-Dienst Spotify „K-Pop“ als eigene Musiksparte.

Kommentare (1)

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AvaArmanto
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Armee ≠ ARMY

Gut gemeinter Beitrag aber leider ging die Recherche wohl nicht tief genug in die Materie.
Zum einen wird "Armee" im Artikel leider zeitweise nicht korrekt verwendet. Ich gehe davon aus, dass sich der Autor auf das Akronym ARMY bezog, was spezifisch nur für Fans der Gruppe BTS verwendet wird. Zum Beispiel werden EXOs Fans EXO-L, TWICE Fans Once und Red Velvet Fans ReVeluv genannt, nur um die Beispiele aus dem Artikel aufzugreifen. In Falle der Überflutung der Überwachungsapp und der Trump Ralley wäre die Verwendung von KPOP Stans (oder für den deutschen Sprachraum üblicher Fans) angebrachter gewesen, da sich in diesem Fall tatsächlich unterschiedliche Fans zusammenschlossen.
Zum anderen ist die Behauptung die „Armee“ wäre für die Sullis und Goo Haras Ableben verantwortlich, extrem polemisch und schlichtweg falsch. Dass die Internetgemeinde toxisch sein kann stimmt, hat aber in dem Sinne des Artikels nichts mit „Armee“ oder ARMY zu tun. Der Gebrauch des Wortes führt zu falschen Assoziationen. Fakt dagegen ist, dass die beiden unglaublich, talentierten Frauen viel zu früh von uns gegangen sind und Opfer massiven Internetmobbings waren. Verantwortlich für diese Hasskommentare sind Trolls oder Incels, wie man sie auch nennen mag, Fans sind sie auf keinen Fall.