Spitzengehälter: Turbo-Gesetz für die Neidgesellschaft
Die im ORF-Gesetz vorgesehene Veröffentlichung von Spitzengagen hat eine zwiespältige Wirkung. In Gehaltsdebatten dominiert in Österreich immer noch die Neidgesellschaft.
Wer brutto mehr als 170.000 Euro pro Jahr verdient, der steht künftig namentlich samt Gehalt und Nebeneinkünften in einem öffentlichen Transparenzbericht. Das neue ORF-Gesetz geht also weiter, als es seine Macher sonst tun. Denn sie schützen unverdrossen das Amtsgeheimnis und damit die Einkommensverhältnisse vieler Staatsdiener vor der Neugier ihrer Finanziers, den Steuerzahlern.
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