Es kommen Stars und Starregisseure, Weggefährten, Journalistinnen und Politexperten vor, aber das Geheimnis seines Erfolges, das erklärt Arnold Schwarzenegger in der dreiteiligen Netflix-Dokuserie "Arnold" mehr so nebenbei selbst: "Von allen Charakteren, die ich gespielt habe, ist Julius mir am ähnlichsten." Julius Benedict, jener übergroße Zwillingsbruder aus der Komödie "Twins" (1988), der neben Danny DeVito das naive Landei mit großem Herzen gibt. So sieht sich Schwarzenegger also selbst: der naive Landbursche, dem man nicht böse sein kann. Auch weil er damit die wichtigste Währung verkörpert, die in der Unterhaltungsindustrie wie auch in der Politik Gold wert ist: Authentizität. Jene Schnittmenge nicht zu vergessen, die sein Leben auch mit jener des amerikanischen Traums teilt: Habe eine Vision, arbeite hart und du wirst es erreichen. Vom Polizistensohn aus Thal an die Spitze Hollywoods ist das die längstmögliche Strecke, die man gehen muss. In drei Teilen – Athlet, Akteur, Amerikaner – darf Arnold Schwarzenegger mit Archivaufnahmen und Reenactment-Szenen sein Leben und seine Karriere Revue passieren lassen.