Wo einst Nikolaus Harnoncourt mit der Musik von Haydn und Mozart begeisterte und erschütterte, tut es heute Jordi Savall mit Werken von Bach und Charpentier. "Das ist wirklich ein Elementarereignis für alle musikliebenden Menschen", schwärmt Styriarte-Intendant Mathis Huber und fügt hinzu: "Darum bin ich dankbar, dass der ORF es nicht im schönen Stainz verklingen lässt, sondern es in die ganze Steiermark und weiter in die ganze Welt trägt."

Heute wird nämlich zum bereits 15. Mal die "Klangwolke" durchs Land geschickt, via ORF III (21 Uhr) wird das Publikum noch größer. Gerhard Koch als Direktor des Landesstudios Steiermark beschreibt das beliebte Projekt so: "Die Magie des Augenblicks ist ein Geheimnis des Konzertlebens. Die Medien Fernsehen und Radio können diese Gleichzeitigkeit quasi als verlängerten Konzertsaal herstellen, und so wird es möglich, den wunderbaren Styriarte-Konzertabend kreativ an unterschiedlichste Orte zu bringen." Mit der "Klangwolke" kann also die Aufführung von "Te Deum" mit Solisten wie Miriam Feuersinger und Martin Platz, dem Arnold Schoenberg Chor und dem Styriarte Festspiel-Orchester unter Dirigent Jordi Savall als Public Viewing oder mittels Radioübertragung an mehr als 20 steirischen Plätzen in einem Miteinander erlebt und genossen werden.


In Graz ist schon traditionell der Landhaushof Ort der Begegnung mit kulturellem Genuss, weitere Leinwände stehen u. a. in der Basilika Mariatrost, im Stift Rein, im Alpengasthof auf dem Schöckl (Radegund), auf dem Michaeliplatz in Voitsberg, auf dem Vorplatz vom Haus der Musik in Gleisdorf, im Kulturzentrum Fohlenhof (Kalwang) und auf der Burg Rothenfels (Oberwölz). Gemeinsam die Radioübertragung hören kann man etwa auf dem Marktplatz Mooskirchen und im Erzherzog-Johann-Park von Fernitz. Ganz nach dem Motto: "Jeder kann daran teilhaben und ein Teil davon sein."

Der spanische Dirigent Jordi Savall leitet das Konzert
© Nikola Milatovic/ORF