Analyse"Ein Systemfehler": Die Folgen von Message Control für Öffentlichkeit und Demokratien

Es geht um die Informationsmacht: Die Politikwissenschaftler Fritz Hausjell und Johannes Webhofer über das Phänomen Message Control, seine Bedingungen, seine Nebenwirkungen und seine historische Verortung.

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Was Bundeskanzler Sebastian Kurz am vergangenen Montag in den ORF-„Sommergesprächen“ an neuen Corona-Maßnahmen ankündigte, war keine Neuigkeit mehr. Die ÖVP hatte einige Medien bereits Stunden davor informiert, was der Kanzler sagen würde. Der Clou ging auf, die Schlagzeilen waren fertig, lange bevor Lou Lorenz-Dittlbacher dem Kanzler eine einzige kritische Frage stellen konnte.

Kommentare (3)
Irgendeiner
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Ja,alles richtig,nur mir fehlt der Verweis auf die penetranten Interventionen

in Redaktionen die von Brandstätter verschriftlicht wurden und genau wie bei den Vorwürfen Mitterlehners nicht geklagt wurden, weil die rechtsscheu werden wenn sie beweisen müssen und eine am Deckel droht,Und Fleischmann der da kolportiert dabei war ist jetzt für Medien zuständig,Und naja,irgendwie find ich es gleichheitswidrig, daß der Journalisten zur Unzeit anruft und ruppig ist,ich will das auch haben,frühmorgens bin ich genau in der Laune dafür.

fersler
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man

kann die Message Control ja auch als versteckte Richtlinienkompetenz des BK sehen.
Sein sündteurer, knapp 3stelliger Beraterstab ist damit ja auch dazu da die BK hörigen Fachminister (?) mehr oder weniger zu entmündigen.

mobile49
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auf fragen spontan zu antworten ,

dazu gehört viel wissen .
dieses wissen verfügen also die vielen berater gemeinsam - also - jeder einen teil davon .
stellt sich die frage : was weiß der BK - ausser
"sie haben die zusammenfassung vorab bekommen"
ironie off