Interview Gerald FleischhackerEr schreibt für Schöneberger und den Kaiser

Der Steirer Gerald Fleischhacker (50), der bei der Antenne begann, quizzt heute um 20.15 Uhr in ORF 1 für den guten Zweck ("Q1 XL Ein Hinweis ist falsch"), mittwochs moderiert er die neue Ranking-Show "Meine großen 10".

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Meine groszen 10 ...
Vom Radio-Mann zum Kabarettisten, TV-Autor und Moderator: Gerald Fleichhacker © ORF
 

War es 2010 nicht riskant, die Laufbahn als Radiomoderator aufzugeben?
GERALD FLEISCHHACKER: Nein, eigentlich nicht, weil ich damals schon viel fürs Fernsehen gemacht habe. Also Drehbücher geschrieben und Konzepte mitentwickelt, es war ein schöner Übergang und ein guter Zeitpunkt.

Ist Ihr Arbeitsverhältnis zwischen Kabarettist, Autor und Moderator sehr ausgewogen? Also 33,3 : 33,3 : 33,3 Prozent?
40:40:20.

Arbeiten Sie nach wie vor parallel für den ORF und Puls 4? Oder ist Puls 4 Vergangenheit?
Ach, ich mache für alle was, wo es spannende Dinge gibt. In der letzten Zeit viel für den ORF wie „Seidl & Fleischhacker“ im Einser, Bücher für Shows im Zweier, die „Tafelrunde“ und Doku-Gestaltungen für den Dreier. Aber Puls 4 ist noch nicht vorbei

Wer den Start der neuen Ranking-Show in ORF 1 nicht gesehen hat: Was ist denn bei „Meine großen 10“ anders als bei bisherigen Rankingformaten – außer eines neuen Moderationsduos?
Das andere ist, dass die Top 10 sehr persönlich sind. Wir haben also nicht 1000, oder 500 oder 100 Leute gefragt, sondern immer nur eine Person, die das Ranking ausgewählt hat. Nächste Woche ist es Melissa Naschenweng. Die Ergebnisse sind also nicht ausgewogen, was uns durchaus auch aufregt – wenn Sachen nicht dabei sind, die eigentlich unbedingt dabei sein sollten. Das ist schon spannend, warum jemand sich ausgerechnet das aussucht und was nicht.

Ihre Moderationspartnerin Caroline Athanasiadis tanzt zudem ab 24. September. Wurden Sie selbst auch schon für „Dancing Stars“ angefragt?
Mich hat nicht mal beim Maturaball wer gefragt, ob ich tanzen will.

Zur Person

Gerald Fleischhacker wurde am 6. April 1971 in Graz geboren.
Laufbahn: Moderator für die Antenne Steiermark, Radio Wien und Ö 3. 2010 hatte sein erstes Kabarettprogramm Premiere, seither gab es vier.
Für Puls 4 erfand er „Bist Du deppert!“ (dafür gab es eine Romy). Im ORF war er im Team von "Was gibt es Neues?" und schreibt u. a. für "Wir sind Kaiser". Seit 2018 auf ORF III mit „Die Tafelrunde“.


Sie schreiben auch Moderationen für Barbara Schöneberger bei den „Starnächten“ im ORF. Hält sie sich überhaupt daran?
Im Idealfall nicht (lacht). Nein, im Ernst, Barbara und Kolleginnen in ihrer Liga sind ein Glücksfall für einen Autor. Sie machen sich Moderationsvorschläge zu eigen und wandeln sie entweder um, sagen was völlig anderes, oder übernehmen es 1:1. Es ist ein Austausch und das soll es ja auch sein, sonst ist es ja nachplappern und nicht moderieren.

Wie geht es mit der kabarettistischen „Tafelrunde“ weiter?
Danke für die Frage! Wir hatten unfassbar tolle Quoten im Sommer und ausverkaufte Vorstellungen auf der Praterbühne. Wir machen monatlich weiter auf ORF III – aus dem Radiokulturhaus mit Publikum und super Kollegen und kommentieren das aktuelle Geschehen.

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