Von Armin Wolf wurden Sie in der Laudatio zu Ihrem Concordia-Preis als „harmoniebedürftiger Mensch“ beschrieben. Wie passt das mit ihrer Aufgabe als Redakteurssprecher zusammen, wo mahnen, streiten und Kritik zum Profil gehört?
DIETER BORNEMANN: Da muss man zwischen dem Privatmenschen und dem Beruf trennen. Privat ist mir Streit zuwider, beruflich ist mir das relativ egal. Meine Funktion verlangt es, in Diskussion zu gehen und mit den Chefs zu streiten. Mir ist allerdings wichtig, dass das auf Augenhöhe passiert, nicht untergriffig ist und nicht auf eine persönliche Ebene geht. Menschen, mit denen man einen Konflikt hat, soll man trotzdem am nächsten Tag auf der Straße treffen können, ohne dass man die Straßenseite wechseln muss.