Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Statt "Tatort" im ORFTV-Kritik zu "Spuren des Bösen": Schuld hat viele Gesichter

Ein Sonntag ohne "Tatort": In der ARD läuft ein "Polizeiruf 110", in ORF 2 das (vorläufige?) Finale der Krimireihe "Spuren des Bösen".

Spuren des Boesen - Schuld
Heino Ferch und Sabrina Reiter © ORF
 

"Spuren des Bösen. Schuld". 31. Jänner, 20.15 Uhr, ORF 2.

"Wenn er mich kriegt, ist alles aus. Dann kann ich ihn nicht zur Rechenschaft ziehen“, sagt Richard Brock (Heino Ferch). Da sitzt er schon gebrochen in einem  Versteck und weiß nicht, ob er Opfer, Täter oder beides ist.

Dabei hat alles so gut angefangen im bereits neunten Teil der „Spuren des Bösen“. Der misanthropisch veranlagte Kriminalpsychologe hat eine Lebensgefährtin und ist Großvater geworden. Auch die Farben wirken freundlicher als die düsteren Bilder, die Ausnahme-Regisseur Andreas Prochaska zwischendurch in dieser herausragenden Reihe gezeigt hat. Aber Brock kann nicht loslassen, schließlich ist er Zeuge geworden, wie der korrupte Polizist Gerhard Mesek (Juergen Maurer) einen Kollegen erschossen hat.

„Schuld“ (so der Titel der Folge) kann viele Gesichter haben. Daran erinnert dieser hochemotionale Fall, der einen würdigen (vorläufigen?) Schlusspunkt unter die Reihe setzt. „Hätte ich ihn nicht in die Enge getrieben wie einen Hund“, so Brock, dann ... ach, schauen Sie selbst! Aber Vorsicht: Zwischendurch tut’s richtig (richtig!) weh. Da ist man dankbar für die treuen Perlen – die Frau Anni (Gerda Drabek) und den Taxifahrer Tauber (Gerhard Liebmann), die bis zum Schluss zu ihm halten und gleichzeitig wissen: „Eigentlich hat er uns ja nicht verdient.“ Stimmt. Wir werden ihn aufrichtig vermissen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren