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Aufsehenerregendes Cover"Journalism is not a Crime": US-Korrespondent in Seattle festgenommen

In Seattle wurde ein Journalist festgenommen, als er über die #BlackLivesMatter-Bewegung berichtete. Angeblich ist er nicht der einzige.

Bilder von der Protestzone in Seattle © AP
 

Was für ein Cover! "Journalism is not a Crime" prangt in weißen Lettern auf schwarzem Hintergrund am Cover von der britischen Tageszeitung "The Independent". Darüber ein Polizeifoto von Andrew Buncombe. Seit 30 Jahren arbeitet er als Journalist, aktuell ist er der Chef-Korrespondent für die USA und verfasst Analysen, Berichte, Reportagen und Kommentare über die Ära Donald Trump, den Wahlkampf und die Proteste im Rahmen der Bewegung #BlackLivesMatter. Anfang Juli wurde er in Seattle festgenommen, während er seinen Job machte.

Am 1. Juli, als er in Seattle über einen #BlackLivesMatter-Protest im Cal Anderson Park berichtete, wurde er von der Polizei festgenommen. Über diese Erfahrung schrieb er später: „Fünf Minuten, nachdem ich im Park angekommen war und von meinen Redakteuren geschickt worden war, um über den Polizeieinsatz zu berichten und mit Demonstranten zu sprechen, wurde ich am nördlichen Rand von einem Beamten festgenommen, der auf einer leichten Anhöhe hinter Schwarz und Gelb stand Band mit der Aufschrift "Polizeilinie - Nicht überqueren". Nachdem er sich weigerte, den Park zu verlassen, wozu er aufgefordert wurde, wurde er von der Polizei gepackt, in Handschellen und Fußfesseln gelegt und in einen Polizeiwagen gesteckt. Später sagte er: „Es fühlte sich obszön und absurd an, die Beamten informieren zu müssen, dass ich nicht richtig atmen konnte, da dieser Satz während der Black Lives Matter-Bewegung mit solcher Kraft und Resonanz gewichtet wurde und die letzten Worte von George Floyd widerspiegelte. Aber das war die Situation. Ich konnte nicht richtig atmen.

Im Gefängnis machte er keine besseren Erfahrungen: Er musste sich eine Zelle mit zehn anderen Menschen teilen. Waschgelegenheit gab es darin keine. Nach mehreren Stunden wurde er wieder freigelassen, seitdem leidet er unter Kopfschmerzen, Husten und Erschöpfung. Ein Covid-19-Test fiel negativ aus. Nun wartet er auf seinen Gerichtstermin und berichtet über seine Festnahme und die Zustände im Gefängnis.

Angeblich wurden mittlerweile dutzende Journalisten  in den USA von der Polizei festgenommen und angegriffen, während sie über die Proteste wegen der Ermordung von George Floyd berichteten.

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