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KommentarDer ORF und Clint Eastwood: eine Schande zum Geburtstag

Wie der 90er einer lebenden Ikone nicht gefeiert werden soll.

Schauspieler Clint Eastwood wird 90
Geboren am 31. Mai 1930 in San Francisco: Clint Eastwood © dpa/Eisele
 

Morgen, am 31. Mai, wird Clint Eastwood 90 Jahre alt. Oder sollte man sagen jung? Denn der Kerl arbeitet immer noch wie ein Berserker.
Wie der ORF mit diesem Geburtstag umgeht, ist eine Schande. Drei Filme werden gezeigt. Allesamt um Mitternacht! Als ob es um irgendein schwer verdauliches Minderheitenmaterial ginge. Immerhin stand gestern Nacht das Boxer-Drama „Million Dollar Baby“ auf dem Programm, mit dem Eastwood als Regisseur einen Oscar gewann.
Heute und Sonntagnacht folgen die über ein halbes Jahrhundert alten Italo-Western „Für eine Handvoll Dollar“ und „Für ein paar Dollar mehr“. Es sind legendäre Filme, ja, aber der Hauptdarsteller Clint Eastwood ist dabei nicht von besonderer Bedeutung. Das sind Regisseur Sergio Leone und der Komponist Ennio Morricone, die damit das Genre Western quasi neu erfunden haben.

Kommentare (5)

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feringo
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Hungersnot ist Schande

Herr Frido Hütter, Schauspielern für ihr Wirken zu Danken ist schon in Ordnung, wobei zwischen schauspielerischer Leistung und gesellschaftlicher Relevanz unterschieden werden sollte. Es gibt aber viel wichtigere Ereignisse, von denen viel zu wenig berichtet wird: Hungersnot, Ausbeutung, Verschwendung, ... Das würde ich als Schande bezeichnen.

berndhoedl
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@Feringo...

was eine Schande ist, sollte man schon jedem selbst überlassen und wenn du so gerne dich an journalistischer Aufarbeitung von Hungersnöten, Ausbeutung und Verschwendung ergötzt, dann empfehle ich dir den Wachturm oder Erwachet bzw. andere literarische „ich red dir ein schlechtes Gewissen ein“, aber nicht eine Boulevard Lektüre!

feringo
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@berndhoedl : Betroffenheit

Berndhoedl, ich danke für die Unterstützung bezüglich persönlicher Meinungsäußerung.
Ihrer Falscheinschätzung meiner Emotionsrichtung muss ich allerdings widersprechen. Über den Hunger in der Welt bin ich zu tiefst betroffen und mich würde Ihre Motivationsart interessieren, die Sie zum Verwenden des Begriffes "ergötzen" verleitet.
Außerdem geht es hier nicht um das Boulevardniveau sonder um die Ebene des ORF.

berndhoedl
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@feringo

ich zitiere ihren Eintrag: <es gibt viel wichtigere Dinge, von denen viel zu wenig berichtet wird....>
Ergo - sie lesen gerne über Hungersnöte etc....
Das nenne ich ergötzen, weil normale Menschen müssen nicht noch über Tragödien in allen Einzelheiten täglich lesen, normale Menschen wissen dies, handeln gegebenenfalls dementsprechend und möchten eigentlich tendenziell über schöne Sachen lesen.
Aber sie gehören wahrscheinlich auch zu den Leuten, welche bei Unfälle voll dabei sind und jedes Detail gerne an Besten für später aufnehmen.

feringo
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@berndhoedl: anders interpretieren

Ihren Denkgang bezeichne ich als mit Scheuklappen reduziert. Als eine von mehreren Möglichkeiten könnte es so sein, ist es aber nicht.
Sinn und Zweck meines Kommentars war ein Hinweis auf die Relation, was als Schande bezeichnet werden kann.
Ein genießen schöner Dinge im Bewusstsein des gleichzeitigen Leides in der Welt ist mir tatsächlich oft nicht möglich. Und vermehrte Berichte von Missständen will nicht ich lesen, sondern erhoffte mir dadurch eine Motivierung von noch mehr Lesern, mitzuhelfen, die Welt weiter zu verbessern.