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Quoten und MarktanteileEin historischer TV-März ist vorüber

Die Coronakrise erhöht die Fernsehzeit. Davon profitieren Nachrichtenformate, während sich ORF 1 durch den Abbruch der Skisaison schwer tun. Der 15. März war der reichweitenstärkste ORF-Fernsehtag seit 1991.

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Ungewöhnlicher März: Am Küniglberg und in den ORF-Landesstudios gingen Mitarbeiter in die Selbstisolation. © APA/ORF VORARLBERG
 

Die Coronakrise hat die Bevölkerung im März vermehrt vor die Fernsehbildschirme geholt. Besonders die Nachrichtensendungen in ORF 2 wurden stark genutzt und vermeldeten etliche Rekorde. Der Sender steigerte seinen Marktanteil gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,5 Prozentpunkte auf 26,2 Prozent (Gesamtzielgruppe ab 12 Jahren).

ORF 1 fehlen die quotenbringenden Sportereignisse. Der Sender verlor im März gegenüber dem Vorjahr 3,5 Prozentpunkte und lag bei 7,1 Prozent. Die zur Monatshälfte wiedereingeführten ZiB-Durchschaltung dürfte den Wert noch leicht nach oben korrigiert haben. Alle ORF-Sender gemeinsam kamen auf 36,2 Prozent Marktanteil, ein Plus von 3 Prozentpunkten.

Der 15. März, jener Sonntag, an dem die Regierung die Ausgangsbeschränkungen verkündete, war mit 5,1 Millionen Zusehern (weitester Seherkreis) der reichweitenstärkste ORF-2-Fernsehtag seit Beginn des Teletests 1991, teilte der ORF in einer Aussendung mit. Die auf allen vier ORF-Fernsehsendern durchgeschaltete "Zeit im Bild" an diesem Tag kam auf 2,86 Millionen Zuschauer und 67 Prozent Marktanteil.

Fünf weitere "ZiB 1"-Ausgaben im März liegen im historischen Ranking aller ORF-Sendungen unter den Top Ten. Die "ZiB 2" am vergangenen Montag erreichte mit 1,23 Millionen Reichweite und 38 Prozent Marktanteil - abgesehen von der Berichterstattung rund um das Ibizavideo - den Höchstwert seit 2016.

Die Mitte März ins Leben gerufene Programmschiene für Schüler, die "ORF 1 Freistunde", kam ebenfalls gut an. Die Programmfläche (Montag bis Freitag 9.00 bis 12.15 Uhr) erreichte in der Zielgruppe der Drei- bis Elfjährigen im Schnitt 37 Prozent Marktanteil, bei Schülern zwischen 10 und 16 Jahren 48 Prozent.

Auch die Privatsender profitieren

Servus TV erzielte ein erneut ein deutliches Plus und kam auf 3,3 Prozent (März 2019: 2,6 Prozent). Von der Coronakrise profitieren konnten die "Servus Nachrichten" um 19.20 Uhr mit im Schnitt mehr als 200.000 Zusehern. Den Monatshöchstwert erreichten Monika Gruber und Viktor Gernot mit ihrem Programm „Küss die Hand“: 10,4% Marktanteil bei durchschnittlich 375.000 Zusehern.

ATV fiel im März auf 2,9 Prozent Marktanteil (März 2019: 3,3 Prozent). Besser lief es für den kleinen Bruder ATV 2, das mit 1,5 Prozent (E12-49) den stärkste März in der Geschichte des Senders erlebte.

Besser lief es für Puls 4, das sich auf 3,5 Prozent (März 2019: 3,2 Prozent) steigern konnte. In der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen kam Puls 4 auf 5,1 Prozent Marktanteil, der stärkste März und das stärkste erste Quartal seit Senderbestehen. Noch besser würde es aussehen, hätte die Musikshow "The Masked Singer" nicht verschoben werden müssen.

Puls 24 erreichte einen Marktanteile von 0,7 Prozent (12+) bzw. 1 Prozent (12- bis 49-Jährige). oe24.tv kam 0,9 Prozent (12+) bzw. 1,3 Prozent (12- bis 49-Jährige).

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