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TV-KolumneSerie "Succession": Schwimmen mit Piranhas

Eben erst mit einem Emmy ausgezeichnet, sollten Sie sich die Serie "Succession" nicht entgehen lassen. Ein sehenswerter Machtpoker innerhalb eines US-Familienunternehmens.

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Logan Roy im Kreise seiner lieben Familie
Logan Roy im Kreise seiner lieben Familie © HBO/Sky
 

Es ist eigentlich schade, dass nicht mehr Unternehmen auf einen Firmen-Alchimisten zurückgreifen, denn der Rauch von verbranntem Salbei vertreibt zumindest kurzfristig die schlechte Stimmung. Wobei bei dieser Gemengelage hilft weder ein Psychologenteam, noch theologischer Beistand. Es ist klar: Weißer Rauch wird hier niemals aufsteigen. Eben erst mit einem Drehbuch-Emmy ausgezeichnet, ist die HBO-Serie „Succession“ (hierzulande bei Sky zu sehen) eine bitterböse Satire über einen der mächtigsten Medienmogule der Welt und seine vier Kinder, die alle gerne ein Stück vom Kuchen haben möchten – blöd nur, dass der Patriarch auch mit 80 Jahren noch nicht teilen will.

Die Serie, die aktuell in die zweite Staffel gegangen ist, verfolgt den Tanz ums goldene Kalb und zeichnet dabei sämtliche Aggregatzustände von Macht nach: sie beflügelt, sie treibt an, sie zersetzt, sie korrumpiert, sie schafft, sie zerstört – andere und einen selbst. Was noch spannender ist: Innerhalb der Familie sind die Schwachstellen auf der emotionalen Landkarte schwieriger zu verbergen. Es ist wie Schwimmen mit Piranhas – nur keine offene Flanke zeigen. An Land wäre es mit der Sippe keinen Deut besser, dort gibt es nämlich nur verbrannte Erde.

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