Breite Hüften, ausgewachsener Busen und eine extreme Wespentaille schon in jungen Jahren: „Die Hälfte der weiblichen Kinderfiguren im Fernsehen ist anatomisch gar nicht möglich“, sagt Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für Medienforschung an der Uni Rostock.
Sie nennt u.a. „Heidi“ oder aktuell „Mia and me“ auf Kika. Die Hauptfigur der serie ist eine Elfe, deren magischer Armreifen ihr wundersame Kräfte verleiht. „Sie ist ein mutiges, junges Mädchen, eine toughe Elfe und trotzdem trägt sie Minirock und Overknees-Stiefel und hat eine superdünne Taille“, sagt Prommer. Selbst Biene Maja hat ihre gemütliche Figur in der Neuversion abgelegt und summt nun mit größeren Augen, schmalerer Mitte und längeren Beinen durchs Kinderprogramm. Kurzum: ihre Darstellung ist übersexualisiert und vermittelt dem jungen Publikum ein völlig falsches Bild von Weiblichkeit.
"Anatomisch unmöglich"
Unsichtbar, ultradünn oder übersexualisiert - wie Frauen in Film und TV zu sehen sind
Eine neue Studie untersucht Sichtbarkeit und Darstellung von Frauen in Film und TV – die Ergebnisse sind teils erschreckend.
© Kika