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TV-FälscherMichael Born in Graz gestorben

Er war Filmemacher mit besonderer Kreativität: Michael Born starb am Rosenmontag in Graz.

Der Fälscher im Mittelpunkt: 2018 produzierte der WDR die Doku "Die Geschichte des Michael Born" © WDR
 

Michael Born ist tot. Der deutsche Fernsehjournalist, der mit einem Fälscherskandal in den 1990 Jahren für große Aufregung sorgte, starb am Montagmorgen im Landeskrankenhaus in Graz. Dies teilte der Grazer Regisseur und Filmemacher Roland Berger mit, bei dem Born die letzten Monate in Graz gewohnt hatte und mit dem er gemeinsam ein Theaterprojekt erarbeitete. Titel: "Born to fake". Born wurde 60 Jahre alt.

Der 1958 in Lahnstein (Rheinland-Pfalz) geborene Filmemacher nahm es bei seiner fernsehjournalistischen Arbeiten nicht immer genau mit der Wahrheit: Allen voran "Stern TV" (damaliger Chefredakteur war Günther Jauch) hatte er in den 1990er zahlreiche Beiträge verkauft, die frei erfunden und unter teils haarsträubenden Bedingungen gedreht wurden. Schließlich wurde er aufgedeckt, musste sich vor Gericht verantworten, wurde verurteilt und musste für zwei Jahre ins Gefängnis.

(K)ein Vater der Fake News

Laut eigenen Angaben fälschte er mehr als 200 Filmbeiträge und brachte damit die deutsche Fernsehlandschaft in den 1990er Jahren in gehörige Unordnung. Born war Filmfälscher und mit besonderer Kreativität. Gerne wurde der dreifache Familienvater in den letzten Jahren als ein Vater der Fake News bezeichnet. Eine Beschreibung, die er zurückwies: "An Fake News haben schon einige Generationen vor mir gebastelt", erklärte er 2017 gegen über dem Tagesspiegel.

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