Nach FPÖ-AngriffenIG Autoren starten Initiative für unabhängigen ORF

Breit angelegte Initiative wird am Montag gestartet. IG Autoren sieht ORF "wie nie zuvor" von "Gleichschaltung und Zerschlagung" bedroht.

IG Autorinnen Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss © (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Die IG Autorinnen Autoren sorgt sich um die Unabhängigkeit des ORF vor politischem Einfluss. Die Interessensgemeinschaft startet daher am Montag eine "Initiative zur Bewahrung der Unabhängigkeit des ORF" mit prominenten Unterstützern, wie die Initiatoren am Samstag bekannt gaben.

In dem Aufruf der Initiative heißt es unter anderem, der ORF sei "wie nie zuvor" von "Gleichschaltung und Zerschlagung" bedroht. "Die Regierung scheint fest entschlossen, ihn zukünftig lückenlos zu kontrollieren. Geplant ist die Zentralisierung, Aufteilung und Reduktion des ORF auf seine für Regierungsangelegenheiten nützlichen Funktionen."

Gehe es nach den Regierungsplänen, so solle Ö1 "ausgehöhlt" werden und der Sender FM4 abgeschafft werden, so die Befürchtungen der IG. Weiters habe die Regierung vor, dass der ORF bis zur zweiten Jahreshälfte 2019 mit "einem auf die Bedürfnisse der Regierung zugeschnittenen ORF-Gesetz, einer neuen Organisationsstruktur und einem neuen ORF-Generaldirektor "endgültig das von der Regierung gewünschte Aussehen" habe.

Von zahlreichen Persönlichkeiten getragen

"Dagegen wenden wir uns. Wir treten für einen wirtschaftlich eigenständigen und politisch unabhängigen ORF ein. Wir begrüßen jede Aktivität, die zum Ausbau seiner Unabhängigkeit und zur besseren Wahrnehmung seiner Kultur-, Bildungs- und Informationsaufgaben führt", so die Interessensgemeinschaft. Auch unterstütze man alle Maßnahmen, "die zur Erhaltung der großen Bedeutung des Wiener Funkhauses und seiner Hörfunkprogramme dienen".

"Wir werden jedem Versuch der Inbesitznahme des ORF durch die Regierung und jeder anderen Form seiner politischen Instrumentalisierung mit aller Vehemenz begegnen", heißt es in dem Schreiben, das neben dem IG Autorinnen Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss auch von zahlreichen weiteren Persönlichkeiten getragen wird, darunter etwa Austropopper Reinhold Bilgeri und die Kabarettisten Alfred Dorfer, Lukas Resetarits und Andreas Vitasek. Ebenso gestützt wird der Aufruf u.a. von den Autoren Franzobel, Elfriede Jelinek, Michael Köhlmeier, Alfred Komarek, Robert Menasse, Felix Mitterer, Doron Rabinovici, Julya Rabinowich, Eva Rossmann, Robert Schindel, Christoph Ransmayr, Marlene Streeruwitz sowie den Schauspielern Karl Markovics, Erika Pluhar und Erwin Steinhauer.

Kommentare (5)

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umo10
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Künstler sind perse links

Eine rechte KünstlerIn kann seine Gesinnung nicht ausleben, weil sie dafür zuwenig weltoffen (Fremdenfreundlich) und tolerant (Sozialschmarotzend brotlos agiert) ist.

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schteirischprovessa
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Nur ein Schelm mag denken,

sodass die angesprochene Unabhängigkeit ein Bewahren der Dominanz der linken Reichshälfte bedeuten könnte.

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Bertl1970
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ORF

Ja schau,jetzt gibt es wieder eine Interessengemeinschaft (IG)
und interessanter Weise sind die Befürworter dem roten Lager zuzuordnen.Aber ein paar sog. Promis fehlen mir noch-da wäre der im ORF gehätschelte Hr. Krassnitzer,die Fr. Schmidt und noch einige Andere.Man befürchtet das solche Zweiteiler wie "St.Josef am Berg"(mit Krassnitzer)nicht mehr gesendet werden.Oder auch das Sendungen wie "im Zentrum"
neu besetzt würden,da diese allein von den Gästen sehr linkslastig sind.Wie heisst der vielzitierte Spruch "schau ma mal"

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Irgendeiner
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Ja natürlich, Bertl, jeder der aufschreit

verteidigt irgendwelche Eigeninteressen nicht, nur Basti tut es um Gottes Lohn und hat keine Ambitionen.Nur weißt,Bertl,ich laß mir die mediale Infrastruktur nicht von einem Studienabbrecher zertrümmern der mit Phrasen um sich wirft die er nicht mal definieren könnte, christlich-sozial,liberal,Aufklärung,Dinge gegen die er gravierend verstößt und die er im Munde führt weil sie gut klingen.Und mehr als zehn Minuten bräuchte es nicht dem die Hosen runterzuziehen und die Show zu beenden,aber dazu müßten sich Journalisten finden die sich erstens auskennen und zweitens den Mut hätten, den nicht im vorauseilenden Gehorsam nach Streichelzooart zu befragen, sagt er Aufklärung,frag ich was das sei und laß ihn nicht mehr los,die nächsten taulosen Wortmeldungen wären dann weniger vollmundig.

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Irgendeiner
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Die wollen an Ö1,

schmeißt sie aus dem Amt, es reicht.

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