Als ein Großteil des ORF-Publikums jung war, gab es Gerti Senger, Dr. Sommer in der „Bravo“ und Erika Berger auf RTL („Eine Chance für die Liebe“), die das Sexleben in den Medien enttabuisierten. Paartherapeutin Senger, mittlerweile 83, ist der neue und nunmehr sechste Gast bei Nina Horowitz in „Liebesg’schichten und Heiratssachen – Der Podcast“, abrufbar ab 21. März auf allen gängigen Podcast-Formaten. Die Videoaufzeichnung der Sendung läuft am 24. März (23.55 Uhr) in ORF 1, man kann sie auch auf ORF On streamen. „Wenn ich erzählt hätte, wie man Katzen frisiert oder wie man Vorhänge aufhängt, dann wäre es sicherlich nicht passiert, dass ich so bekannt wurde“, lacht Senger.

Die Wienerin spürte jahrelang „einen Gegenwind“ – warum gerade eine Frau in Österreich plötzlich so offen über das Thema Sexualität spricht. „Sex ist ja immer noch ein sehr geheimnisvolles Thema. Es ist ja nicht so, dass man in einen Sexkurs gehen kann wie in einen Tanzkurs“, sagt die Autorin und Psychologin. Bei Moderatorin Horowitz werden aber auch ernstere Töne angeschlagen – etwa wenn Gerti Senger darüber redet, wie sie nach dem Tod ihres Mannes weitergemacht hat, oder wenn sie Einblicke in ihre nicht einfache Kindheit gibt.

Gerti Senger zu Gast bei Nina Horowitz
Gerti Senger zu Gast bei Nina Horowitz © ORF/Leitner

Mit Folge sieben geht die neue ORF-Reihe am 28. März vorläufig zu Ende. Zu Gast in der letzten Ausgabe ist Ex-Skirennläufer Thomas Sykora. Bisher lud Horowitz u. a. Scheidungsanwältin Helene Klaar, Kabarettist Michael Niavarani und „ZiB“-Präsentatorin Nadja Bernhard ein. „Hier wird niemand verkuppelt, aber natürlich geht’s auch wieder um die Liebe, um Beziehungen und alles, was dazugehört“, beschreibt Horowitz das Konzept.

In Vorbereitung ist natürlich die 30. Staffel des TV-Quotenhits „Liebesg’schichten und Heiratssachen“, die Mitte Juli startet. Horowitz sucht nach wie vor Singles auf der Suche nach einer Beziehung. Bewerbungen per Mail an liebesgschichten@orf.at oder telefonisch unter 0800 44 30 140.