Auf dem höchsten Berg der Steiermark hat Everest-Legende Robert Schauer das diesjährige Programm seines Mountainfilm Festivals Graz präsentiert. Der Blick schweifte dabei vom Gletscherrestaurant über spitze Felsen und weite Täler.

„Der Dachstein hat mir das Rüstzeug für das Himalaya-Gebirge und den Karakorum gegeben“, sagte Robert Schauer am Dienstag bei der Präsentation auf 2700 Meter Seehöhe. Als Alpinist schaffte er es gemeinsam mit Wolfgang Nairz als erster Österreicher auf den Mount Everest und später zog ihn der Berg auch immer wieder als Bergfilmer an. Gemeinsam mit dem Chef der Planai-Hochwurzen-Bahnen, Georg Bliem, stellte er das Programm für das Festival vor: 93 Filme werden von 11. bis 15. November im Congress Graz sowie im Schubertkino zu sehen sein.

Fünf Preise (u. a. der neue „Dachstein - Best Newcomer Award“ und der „Grand Prix Graz“) werden vergeben. In der Jury sitzen Dieter Pochlatko (Epo-Film), Kletter-Autor Horst Jobstraibitzer und Kameramann Erhard Seidl. Zu sehen sind so unterschiedliche Filme wie die Österreichpremiere von „K2 - Mon Amour“ (14. 11., 16 Uhr) oder „Snow Leopard Sisters (12. 11., 20.15 Uhr) über zwei nepalesische Frauen und ihr Engagement für die Schneeleoparden. Das sehr vielfältige Programm zeigt dramatische Alpinfilme wie „Riders on the Storm“ über eine spektakuläre Kletterroute in Patagonien (14.11., 18.15 Uhr) oder das Sardinien-Abenteuer von Kletterlegende Alexander Huber (15. 11., 16 Uhr).

Festival-Leiter Robert Schauer und Georg Bliem, Chef der Planai-Hochwurzen-Bahnen, präsentierten am Dachstein das Programm des Mountainfilm Festival Graz
Festival-Leiter Robert Schauer und Georg Bliem, Chef der Planai-Hochwurzen-Bahnen, präsentierten am Dachstein das Programm des Mountainfilm Festival Graz © Andreas Kanatschnig

Schubert und Ulrich zu Gast

Das Mountainfilm Festival hat neben 93 Filmen auch Live-Vorträge zu bieten: Das ist einerseits der Schweizer Abenteurer Thomas Ulrich, der in Patagonien, in der Arktis oder am Everest unterwegs war. Sein Vortrag „Horizont Nord“ zeigt den Nordpol in seiner Schönheit und seiner Gefährlichkeit (13. November). Einer der weltbesten Kletterer, der Tiroler Jakob Schubert, findet auch seinen Weg nach Graz: Schubert präsentiert den Film „B.I.G.“ und die Begehung der vielleicht aktuell schwierigsten Kletterroute der Welt: eine Route im Klettergrad 9c, was den aktuell höchsten Schwierigkeitsgrad im Klettersport markiert. Routen wie diese gibt es weniger als es Finger auf einer Hand gibt. Schubert wird am 14. November von seiner spektakulären Route im norwegischen Flatanger berichten. Auch Robert Schauer bleibt da die Luft weg: „Unglaublich schwer.“