Würde es ein Handbuch für perfekte Künstlernamen geben, dieser Name hätte das Zeug für die Top 10: Sky du Mont. Also bitte, wenn sich einer Sky du Mont nennt und auch ausschaut wie ein Sky du Mont, dann ist er wahrscheinlich auch ein Sky du Mont, oder? Nicht unbedingt, denn Sky du Mont heißt eigentlich Marco Claudio Cayetano Neven du Mont. Mit so einer Biografie geht man für gewöhnlich hausieren: Geboren 1947 in Buenos Aires, Argentinien, die Mutter stammt aus dem legendären DuMont-Verlegerclan, sein Vater, ein Deutscher, war ebenso im Verlagswesen tätig. Aufgewachsen in England, zog es ihn nach München.
Dass er Schauspieler werden wollte, entsprach nicht dem familiären gutbürgerlichen Setting. Dabei wäre er zu Beginn seiner Karriere fast schon geadelt worden, war er doch Anfang der 1970er-Jahre als James Bond in der Ziehung. Daraus wurde bekanntlich nichts, aber das Fernsehen sicherte ihm stete Präsenz, wenn auch nicht uneingeschränkt: charmant, aber immer ein bisschen undurchsichtig, bisweilen auch verwegen – von dieser Rolle konnte er sich nie richtig befreien.
Wobei, nicht ganz, er machte sich darüber lustig: in Filmen mit Otto Waalkes oder an der Seite von Bully Herbig. 20 Jahre nach „Der Schuh des Manitu“ kehrt der 78-Jährige als Schurke Santa Maria in „Das Kanu des Manitu“ auf die Kinoleinwand zurück. Geht es nach ihm, war das sein letzter Film. Eine für ihn prägende Begegnung kann man ihm ohnehin nicht nehmen – die Zusammenarbeit mit Stanley Kubrick und Nicole Kidman in „Eyes Wide Shut“ 1999. Langweilig wird dem dreifachen Vater, der mit der Kärntner Journalistin Julia Schütze liiert ist, nicht, ist er doch auch Buchautor – das Verlagswesen hat ihn wieder eingefangen.