Natürlich schwingt Wehmut mit, denn ich diese Sendung voll gerne gemacht“, gesteht Willi Gabalier, der zwar seit Wochen gewusst hat, dass bei ServusTV die Lizenz für das beliebte Trödel-Format abläuft, aber erst von der Kleinen Zeitung erfuhr, dass sich Puls 4 die künftigen Rechte gesichert hat und damit – ohne ihn als Moderator – ab Herbst starten wird. Nach der Presseaussendung von Puls 4 ließ ServusTV wissen: „Nach mehr als 150 Ausgaben von ,Bares für Rares Österreich‘ haben wir entschieden, den wichtigen Sendeplatz am Sonntag um 20.15 Uhr nach fünf Jahren zu verjüngen und mit qualitativ hochwertigen ServusTV-Formaten weiterzuentwickeln.“ In naher Zukunft werde man „ein neues Programm für die Primetime am Sonntag präsentieren“.
Gabalier ist in Austausch mit Goetz Hoefer, dem Programmdirektor des Salzburger Privatsenders, und hat für sich überlegt, wohin die TV-Reise gehen könnte, die sich ja nicht am sonntägigen Sendeplatz orientieren muss: „Ideal wäre ein Konzept, in dem mein Wissen aus dem Kunstgeschichte-Studium, aus meinen Semestern der Theologie und Geografie und aus meiner Leidenschaft für Baukultur einfließen kann.“ Der 43-Jährige, der im Jänner Vater eines Buben wurde, würde gerne „Geschichte für junge Menschen erlebbar machen und unterhaltsam aufbereiten“.
Keine Wiederaufnahme der „Heimatsterne“
Eine Wiederaufnahme der „Heimatsterne – Willi Gabalier bringt sie zum Leuchten“, wo er 2020 in mehreren Episoden für ServusTV regionale Talente (vorwiegend aus dem künstlerischen Bereich) gesucht und vorgestellt hat, ist jedenfalls nicht geplant. Ein Comeback bei „Dancing Stars“ kann er sich indes vorstellen – ob als Profitänzer oder Juror, wenn der ORF-Ballroom im Frühjahr 2027 wieder seine Pforten öffnet. Die letzte Staffel der Castingshow hat er natürlich verfolgt, er war ja auch einmal als Gast im Studio, und zeigt sich erfreut, „dass sich der beste Promitänzer durchgesetzt hat. Es schwingen ja bei diesem Format so viele Faktoren mit“.
Neugierig auf neue Herausforderungen
Zuletzt hat er einige Polonaisen für Maturaklassen choreografiert, heuer wird er „das Tanzen aber so oder so wieder forcieren“, erklärt der Steirer, der nach dem Aus von „Bares für Rares Österreich“ ohnehin als Motto postuliert: „Wichtig ist, sich neuen Herausforderungen zu stellen und nicht einzurosten!“
Im April hat er die letzten Ausgaben der Trödel-, Krimskrams- und Antiquitätenshow aufgezeichnet, wodurch ServusTV noch genügend Sendungsmaterial bis Ende Juli hat. Was er aber seinem Nachfolger oder der Nachfolgerin auf Puls 4 raten würde? „Wichtig ist das Interesse an den Menschen und an ihren Geschichten. Und eine Affinität zu Antiquitäten und zur Kunst sollte auch vorhanden sein“, sagt Gabalier.