„Wir freuen uns, dass wir mit ,Bares für Rares‘ das Show-Angebot unserer Sender-Gruppe ausbauen können“, sagt Puls4-Unterhaltungsdirektor Oliver Svec zum neuen Deal. Und fügt hinzu: „Wir sind sehr gespannt welche Kuriositäten und Raritäten ihren Weg zu uns ins Studio finden.“

Was auf dem Dachboden oder im dunklen Keller in Vergessenheit geraten ist, kann oft überraschend hohe Verkaufspreise erzielen. Bewerbungen sind ab sofort unter www.puls4.com/mitmachen möglich. Linear läuft „Bares für Rares Austria“ ab Herbst dann auf Puls 4, abrufbar ist das Trödel-Format zudem auf der Streaming-Plattform Joyn.

Künftig ohne Willi Gabalier

Über die Moderation hält sich Puls 4 noch bedeckt und will keine Auskunft geben. Von Willi Gabalier war aber zu erfahren: „Das findet ohne mich statt! Mit mir hat Puls 4 nicht gesprochen.“ Für ihn ist der Abgang ein herber Verlust, drehte er doch rund 35 Sendungen pro Jahr. ServusTV will mit ihm aber ein junges neues Format entwickeln. Vielleicht gibt es ja auch ein Comeback bei „Dancing Stars“ 2027?

2019 hatte sich der Salzburger Privatsender von der ZDF Enterprise die rot-weiß-roten Rechte an der durch Horst Lichter bekannten Trödelshow gesichert – und brachte sie anfangs mit Roland Gruschka als Moderator auf den Bildschirm. 2020 holte man Willi Gabalier, der damals zum Einstand erklärte: „Als Kunsthistoriker liebe ich Antiquitäten und spannende Geschichten aus ihrer Vergangenheit!“ Durchschnittlich erreicht das Format auf ServusTV 125.000 Zuschauer.

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Moderator Willi Gabalier mit dem Antiquitäten-Experten Mario Hämmerle © ServusTV

Begründung von ServusTV

ServusTV zog den Schlussstrich nach mehr als 150 Episoden. Die Entscheidung das Format abzugeben, begründet der Sender mit dem Wunsch, das eigene Programm und den Sendeplatz am Sonntagabend zu verjüngen. Der Salzburger Privatsender kündigt zudem an, den Sendeplatz mit „qualitativ hochwertigen ServusTV-Formaten weiterzuentwickeln“ zu wollen. Das Servus-Aus von „Bares für Rares“ wurde wenige Tage nach Bekanntwerden des Abschieds von Matthias Schrom als Redaktionsleiter von ServusTV offiziell. Weiterhin offen ist, wer Ferdinand Wegscheider ab September als Senderchef nachfolgen wird.

Dem Vernehmen nach kostet „Bares für Rares“ rund drei Millionen pro Jahr; auch ORF-Unterhaltungschef Martin Gastinger sei interessiert gewesen, es ins ORF-Programm zu holen.