Ein Hashtag als Kurzfassung der eigenen medienpolitischen Agenda: #presseförderungnurnochfürechtequalitätsmedien schimpfte Dominik Nepp über eine Tageszeitung als „Scheißblatt“, der er in einem Tweet das nahe Ende wünscht. Wiens FPÖ-Obmann fällt mit seinem vulgären Sager auf und schafft einen Stresstest für die fragile Partnerschaft der Verhandler, inhaltlich ist Nepp auf Linie mit seiner Partei, die mit der ÖVP die Medienpolitik der nächsten fünf Jahre konzipiert. Herzstück dieser blauen Medienpolitik ist die angekündigte Zerstörung des ORF in seiner heutigen Form, Nepps Ankündigung lässt aber keine Zweifel daran, dass die blauen Pläne auch den journalistischen Privatmedienbereich im Visier haben. Die Botschaft des Hashtags ist eindeutig: Kritische Berichterstattung wird mittelfristig mit Förderungskürzungen quittiert.
FPÖ-Medienhaus
Das blaue Paralleluniversum: Experten fürchten um Pressefreiheit
FPÖ macht sich von unabhängigen Medien unabhängig. Experten fürchten um Pressefreiheit und warnen vor „demokratischer Klimakatastrophe“.
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