InterviewWeltberühmt ist man nicht in Graz, sondern anderswo

Nach fünf Jahren am Kunsthaus ist Barbara Steiner nach Dessau gewechselt. Ihre Graz-Bilanz fällt einigermaßen durchwachsen aus. Und wenn es nach ihr ginge, wäre der Kunsthaus-Eintritt künftig gratis.

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Barbara Steiner: vom Kunsthaus Graz ans Bauhaus Dessau © Jürgen Fuchs
 

Sie leiteten in Graz ein Haus für zeitgenössische Kunst. In Dessau geht es um die Verwaltung eines historischen Erbes. Wieso der Umschwung?
BARBARA STEINER: Im Bauhaus Dessau geht es auch um die Verwaltung historischen Erbes, aber schon seit den 1970er Jahren ebenso um aktuelle gesellschaftliche Debatten, nicht nur im Hinblick auf Architektur und Raumplanung, sondern auch bezogen auf Kunstprojekte. Enorme gesellschaftliche Veränderungen derzeit – Stichworte dazu sind etwa Green Deal, Dekarbonisierung, postfossile Gesellschaft – können nur durch kulturellen Wandel glücken. Das hat das Bauhaus Dessau relativ früh verstanden. Insofern ist es eine fast organische Fortsetzung meiner Arbeit hier.

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zweigerl
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Diskurs statt Kontemplation

Ich kam einmal in die Nähe dieses KUnsttempels, von dessen Ausstellungen ich seit Jahren nichts höre (wo bleibt der öffentliche "Diskurs"?) und ging, da in der Ausstellungssektion tote Hose herrschte, ins Kunsthauscafé, in dem sich die Massen drängten. Leider herrschte dort eine so miserable Akustik, dass ein Gespräch nicht möglich war. Darin erblickte ich allerdings eine symbolische Manifestation des aufgedrehten Sprechens über Objekte der bildenden Kunst, die man doch eigentlich in reflexiver KOntemplation still betrachten sollte, um einen unvergesslichen Eindruck mitzunehmen..