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Privatwohnungen statt DepotDie Kunstsammlung der Stadt Graz darf aus dem Rahmen fallen

Raus aus dem Depot und rein in das pralle Leben: Die Grazer Kunstsammlung geht ganz neue Wege und transferiert ihre Schätze in Privatwohnungen. Künstler Alfredo Barsugalia lockt im August die Kunstinteressierte in den Bezirk Geidorf.

Ortswechsel für ausgewählte Bilder der Kunstsammlung der Stadt Graz: Günter Riegler, Alfredo Barsuglia, Birgit Kulterer und Markus Waitschacher
Ortswechsel für ausgewählte Bilder der Kunstsammlung der Stadt Graz: Günter Riegler, Alfredo Barsuglia, Birgit Kulterer und Markus Waitschacher © Foto Fischer
 

Ortsveränderung, die: Wenn Personen oder Güter den Standort wechseln, so die offizielle Definition des Wortes. Für Personen mag das alltäglich sein, aber für bestimmte Güter ist es doppelt ungewöhnlich: Wenn bildende Kunst das Depot verlässt, dann nur, um an bestimmten Orten ihre Wirkung zu entfalten – im Museum oder, wie im Fall der Sammlung der Stadt Graz, in diversen Büros als Leihgaben. Mehr Ortsveränderungen gibt es nicht, es bleibt alles schön im Rahmen. Seit 1949 existiert die Sammlung und sie umfasst derzeit rund 3300 Werke, gibt Birgit Kulterer, Leiterin der Sammlung, einen Einblick. Rund 600 Werke hängen in diversen Büros, der Rest lagert im Depot. Kunstankäufe als Mittel der Kulturförderung ist bei der Stadt Graz mit 100.000 Euro budgetiert, heuer will man die Summe verdoppeln. Doch bevor Neues in die Sammlung kommt, macht man einen Kassasturz der anderen Art: "Wir haben vor, die Bilder herauszuholen und sie den Menschen zu zeigen", so Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP).

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