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Mit Helene Fischer?Conchita Wurst moderiert Stefan Raabs ESC-Show am 16. Mai

Erste Details zum "Free European Song Contest", der von ProSieben ein Ersatzprogramm für den abgesagten ESC sein will. Mit noch geheimen Sängern. Wir spekulieren einmal. Helene Fischer? Angelo Kelly? Mark Forster? ARD und wohl auch der ORF zeigen indes "Europe Shine A Light" am 16. Mai.

?Mr. Song Contest proudly presents ? Der ?kleine? Song Contest? am 14., 16. und 18. April in ORF 1
Conchita Wurst 2014 bei ihrem Triumph in Kopenhagen © ORF
 

Gemeinsam mit Steven Gätjen (u. a. "Schlag den Raab", "Die TV total Wok-WM") führt ESC-Gewinnerin von 2014, Conchita Wurst, durch den von Stefan Raab und ProSieben erdachten Ersatz-Wettbewerb für den abgesagten Eurovision Song Contest 2020. "Conchita und Steven sind die perfekte Wahl für einen großen, musikalischen Abend. Conchita begeisterte Millionen Menschen mit seinem ESC-Auftritt und gewann den Contest", erklärte ProSieben-Chef Daniel Rosemann. Und streute dem Österreicher Rosen: "Niemand steht besser für diesen europäischen, musikalischen Gedanken", so der Sender-Chef. Versprochen werden „Glamour und Gala auf der großen internationalen Bühne“.

Der "Free European Song Contest" wird am 16. Mai ausgetragen. Das wäre ursprünglich der Termin des wegen der Corona-Krise abgesagten ESC in Rotterdam gewesen. In dem neuen Wettbewerb sollen nach Angaben von ProSieben "prominente Musiker nacheinander live auf der größten internationalen Bühne des Abends" in einem Studio in Köln für ihr Herkunftsland ins Rennen gehen. Welche Künstler das sein werden, ist noch geheim. Als Beispiel könnte der in Köln lebende Deutsch-Italiener Giovanni Zarrella (aktuelles Hit-Album "La vita è bella" mit italienischen Versionen von Schlagern wie "Atemlos") dienen, der dann eben für Italien die Fahnen hochhalten würde. Oder Angelo Kelly für Irland. Womöglich aber Rea Garvey für die Grüne Insel. Und etwa Álvaro Soler für Spanien. Lustig wäre Helene Fischer für Russland, wurde sie doch in Krasnojarsk, einer Stadt am Fluss Jenissei und an der Transsibirischen Eisenbahn geboren . . . Oder Vanessa Mai alias Vanessa Mandekic für Kroatien? Mark Forster könnte indes für Polen starten, hat er doch mütterlicherseits Wurzeln in Polen.

Am Ende vergeben die Zuschauer Punkte und küren den ersten Sieger dieses neuen Song Contests. Raab (53) produziert die Show. Die ARD und wohl auch der ORF (dort läuft noch der Entscheidungsprozess) werden am 16. Mai die EBU-Gemeinschaftssendung "Europe Shine a Light" übernehmen. Sie muss ohne Voting und Siegerlied auskommen. Die EBU ist der Dachverband der Eurovision und bestimmt das ESC-Reglement. Das Konzept des Abends ist allerdings noch lauwarm. "In der Live-Show aus dem niederländischen Hilversum werden all diejenigen geehrt, die in diesem Jahr beim ESC in Rotterdam aufgetreten wären", heißt es vom Norddeutschen Rundfunk (NDR), der beim Senderverbund ARD für den ESC federführend verantwortlich ist. Und weiter: "In den zweieinhalb Stunden gibt es Schaltungen über den gesamten Kontinent, viel Musik und einige Überraschungsauftritte ehemaliger Eurovision-Teilnehmer." Alle 41 Acts, die in Rotterdam auf der Bühne gestanden wären, sollen jedenfalls per Skype gemeinsam "Love Shine A Light" zum Besten geben. Jenen Sieger-Ohrwurm von Katrina & the Waves aus 1997.

Conchita Wurst & Steven Gätjen, der oft auch für das ZDF moderierte Foto © RaabTV

Conchita ist auch Teil der zehnköpfigen Jury von "Mr. Song Contest proudly presents - Der ,kleine' Song Contest". Unter anderen neben Alf Poier, Simone, der punktegeizigen Petra Frey, Cesár Sampson, Waterloo und Nadine Beiler. Gary Lux als Viel-Teilnehmer (u. a. zwei Mal Top 10 mit "Hurricane" & "Kinder dieser Welt") fehlt leider. Die dreiteilige Sendung mit Andi Knoll ist eine Video-Edition der 41 für Rotterdam nominiert gewesenen Beiträge und am Dienstag vor durchschnittlich 292.000 Zuschauern (Marktanteil: acht Prozent) in ORF 1 gestartet; sie geht am 18. April mit einem Publikumsvoting zu Ende. Mit dem "kleinen" Song Contest hat der ORF jedenfalls eine Vorreiterrolle in Europa; kein anderer Sender hat so rasch reagiert. Durchaus charmant, informativ und unterhaltsam! Bloß die Kommentare von "Promis" wie Missy May stören. Und für die "Postcards", die Einspieler vor den jeweiligen Doch-Nicht-ESC-Beiträgen 2020 hätten eine Spur länger ausfallen können. Mit launig Wissenswertem über das Land und seiner Song-Contest-Geschichte.

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